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Ardahan (Provinz)

Ardahan

Nummer der Provinz: 75
Landkreise
Basisdaten
Koordinaten: 41° 7′ N, 42° 49′ O7Koordinaten: 41° 7′ N, 42° 49′ O
Provinzhauptstadt: Ardahan
Region: Ostanatolien
Fläche: 5.576 km²
Einwohnerzahl: 112.721 (2007)
Bevölkerungsdichte: 20,21 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: Murat Yıldırım
Sitze im Parlament: 2
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0478
Kennzeichen: 75
Website
www.ardahan.gov.tr (Türkisch)

Ardahan ist eine türkische Provinz im Nordosten des Landes an der Grenze zu Georgien und somit eine Grenzregion zwischen Ostanatolien und Transkaukasien. Hauptstadt der Provinz ist Ardahan.

Im Süden grenzt sie an Kars, im Südwesten an Erzurum, im Westen an Artvin und im Norden und Osten an Georgien. Ein kleiner Teil grenzt an Armenien. Sie hat eine Fläche von 5.576 km² und 112.721 Menschen (Stand 2007). Das ist eine Abnahme um 21.035 seit dem Jahr 2000. Die Bevölkerung besteht aus Türken (Yerri-Ahiska und Karapapaken/Terekeme) und Minderheiten wie Georgiern, Lasen, Kurden, Tscherkessen und anderen. Ardahan ist auch erstes Ziel für Gastarbeiter (u. a. Georgier und Armenier).

Inhaltsverzeichnis

Landkreise

Sie besteht aus den Landkreisen:

Geschichte

Die ältesten Inschriften aus Ardahan finden sich bei Çıldır und stammen von den Urartäern. Die Kimmerier gerieten hier im 8. Jahrhundert v. Chr. auf ihrem Weg vom Kaukasus nach Anatolien in feindseligen Kontakt mit dem Reich von Urartu. Nach Urartu beherrschten um 650 v.Chr. die Meder diese Gegend. Von den Medern ging die Herrschaft 550 v. Chr. auf die Perser über. Ardahan gehörte danach verschiedenen Reichen und Kulturen an, unter anderen den Georgiern, Griechen, Römern und Armeniern, und kam 1069 unter die Kontrolle der Seldschuken. Seit 1551 herrschten hier die Osmanen und mit ihrem Niedergang im Ersten Weltkrieg kam dieses Gebiet zusammen mit Kars kurzzeitig an die UdSSR (Georgische SSR). Allerdings gab die Sowjetunion mit dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk dieses Gebiet an die Türkei ab. Ardahan wurde mit Kars zu einer Provinz zusammengefasst, aber 1992 als eigene Provinz wiederhergestellt.

Sehenswürdigkeiten

Literatur