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Einzug (Typografie)

Ein Einzug bezeichnet in der Typografie einen Leerraum zu Beginn der ersten Zeile eines Absatzes.

Vor allem beim Satz umfangreicher Texte (wie in Büchern) werden Einzüge gern verwendet, um Texte zu strukturieren. Das Auge kann dadurch leicht die Absätze erkennen, ohne dass der Lesefluss unterbrochen wird, wie es bei Leerzeilen der Fall ist.

Die Größe des Einzugs richtet sich nach Schriftgröße und Satzbreite, im Werksatz galten früher zwei Gevierte als größter zulässiger Einzug. Üblich ist heute ein Geviert. Der Ausgang, so heißt die nicht voll ausgefüllte letzte Zeile eines Absatzes, sollte den Einzug decken, das heißt immer weiter „laufen" als der folgende Einzug.

Beim hängenden Einzug wird die erste Zeile eines Absatzes auf volle Breite gesetzt, während alle weiteren Zeilen eingerückt werden – die erste Zeile “hängt” somit links aus dem Spaltenrand heraus.

Für den ersten Absatz unter einer Überschrift gibt es unterschiedliche Handhabung des Einzugs. Im Amerikanischen soll er oft entfallen, weil hier keine Trennfunktion erforderlich ist; im klassischen deutschen (europäischen) Schriftsatz erhalten alle Absätze einheitlichen Einzug – zu weiteren Einzelheiten siehe Absatz.

Digitale Texte und Internet

CSS gibt mit

p { text-indent: 1.5em }

eine einfache Möglichkeit zur Definition des Einzugs.

Handelt es sich nicht um eine als Webtext gestalteten Seite mit sehr kurzen Absätzen, sondern beispielsweise um belletristische Literatur mit langen Absätzen, so ist es heute empfehlenswert, bei diesen Textarten wieder zur klassischen Anordnung zurückzukehren, da die Lesbarkeit verbessert wird.