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Peter Harry Carstensen

Peter Harry Carstensen (* 12. März 1947 im Elisabeth-Sophien-Koog auf Nordstrand) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Er ist seit 2005 Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Nach dem Abitur 1966 absolvierte Carstensen, Sohn eines Bauern, ein landwirtschaftliches Praktikum und anschließend von 1968 bis 1973 ein Studium der Agrarwissenschaften in Kiel, welches er als Diplom-Agraringenieur beendete. Während des Studiums wurde er Mitglied der schlagenden Verbindung Landsmannschaft Troglodytia im Coburger Convent (Austritt 1998). 1976 schloss sich das Zweite Staatsexamen für das Lehramt an. Danach war er bis 1983 als Landwirtschaftslehrer an der Landwirtschaftsschule Bredstedt und als Wirtschaftsberater bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein tätig.

Carstensen war bis zu seiner Kandidatur als Ministerpräsident Mitglied des Aufsichtsrates der CG Nordfleisch AG (heute Vion Food Hamburg).

Familie

Peter Harry Carstensen ist verwitwet und hat zwei Töchter. Seine jüngere Tochter ist die Keramikerin Anja-Christina Carstensen. Im August 2004 suchte die „Bild“-Zeitung mit seinem Einverständnis eine neue Frau für Carstensen. Rückblickend hält er diese Aktion für einen Fehler. An seinem 60. Geburtstag stellte Carstensen die 1971 geborene Juristin Sandra Thomsen der Öffentlichkeit als seine neue Lebenspartnerin vor.[1]

Partei

Seit 1971 ist er Mitglied der CDU. Von 1986 bis 1992 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Nordfriesland. Seit Juli 2000 war er stellvertretender Vorsitzender, seit dem 2. Juni 2002 ist er Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein.

Carstensen war Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl 2005. Unter seiner Führung erreichte die CDU mit 40,2 % der Stimmen das beste Ergebnis seit dem Rücktritt von Uwe Barschel 1987 und stellt auch erstmals seit 1983 wieder die stärkste Landtagsfraktion. Vom 1. März bis zum 27. April 2005 war er Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Abgeordneter

Ab 1983 war Carstensen Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1994 bis 2002 war er hier Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bzw. nach der Umbenennung des Ministeriums 2001 Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Diesem Ausschuss gehörte er auch in der laufenden Wahlperiode als ordentliches Mitglied an. Seit Oktober 2002 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Am 20. April 2005 legte Carstensen nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein sein Bundestagsmandat nieder.

Peter Harry Carstensen ist 1998 über die Landesliste Schleswig-Holstein und sonst stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Nordfriesland - Dithmarschen-Nord in den Bundestag eingezogen.

Seit 2005 ist er Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein.

Öffentliche Ämter

Bei der Wahl des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein in der konstituierenden Sitzung des Landtages am 17. März 2005 erreichten weder Carstensen noch die Amtsinhaberin Heide Simonis die erforderliche Mehrheit. Anschließend wurden zwischen SPD und CDU erfolgreich Verhandlungen zur Bildung einer Großen Koalition geführt. Am 27. April 2005 wurde Peter Harry Carstensen schließlich mit einer Mehrheit von 54 Stimmen (von 59 Stimmen der großen Koalition) zum neuen Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein gewählt.

Er war vom 1. November 2005 bis 31. Oktober 2006 Präsident des Bundesrates.

Gesellschaftliches Engagement

Er ist Schirmherr der Schleswig-Holsteinischen Initiative Schüler Helfen Leben. Er ist ebenfalls Schirmherr der 1. Landesgartenschau in Schleswig-Holstein, die im Sommer 2008 in Schleswig an der Schlei stattfinden wird.

Ehrungen

Siehe auch

 Commons: Peter Harry Carstensen – Bilder, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Peter Harry Carstensen – Nachrichten

Einzelnachweise

  1. Hamburger Abendblatt: Die Neue an Carstensens Seite 13. März 2007
Personendaten
Carstensen, Peter Harry
deutscher Politiker (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
12. März 1947
Nordstrand