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S-300

S-300 ist die Bezeichnung für eine Serie russischer Flugabwehrraketen.

Inhaltsverzeichnis

S-300P

Die S-300P (NATO-Codename: SA-10 Grumble) wurde als ein Langstreckensystem der Voyska PVO (Flugabwehrtruppe) entwickelt, um strategische Ziele sowohl gegen konventionelle Flugzeuge als auch gegen Marschflugkörper zu verteidigen. Gleichzeitig wurde die S-300V-Serie (NATO: SA-12A Gladiator/Giant) als ein mobileres System entwickelt, um die Bodentruppen vor Luftangriffen und Kurzstreckenraketen zu schützen.

Sie hat eine Sprengkopfmasse von 133 kg, eine Reichweite von 47 km und erreicht eine Maximale Flughöhe von 30.000 m.

siehe auch: SA-10 Grumble

S-300F

Die S-300F Fort (russisch: Форт, NATO-Codename: SA-N-6) wurde 1984 als die schiffbasierte Version der S-300P mit der neuen 5V55RM-Rakete eingeführt. Mit 90 km und 6.120 km/h waren Reichweite und Höchstgeschwindigkeit deutlich erhöht. Die Gipfelhöhe wurde dagegen auf 25 km reduziert. Die Marineversion setzt verschiedene Radar und Funkfernsteuerungssysteme ein.

Die erste Installation und Seeproben erfolgten auf einem Kreuzer der Kara-Klasse und es ist ebenfalls auf Kreuzern der Slawa-Klasse. Die S-300F wird zu sechs oder acht Raketen in rotierenden Raketenwerfern unter Deck aufbewahrt.

S-300FM

Die S-300FM Fort-M ist eine weitere Marinevariante des Systems (NATO-Codename: SA-N-20). Sie führte 1990 die neue 48N6 Rakete in Form der 48N6Ye ein. Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 7.560 km/h erhöht. Sowohl die Sprengkopfmasse mit 150 kg und die maximale Reichweite mit 150 km wurden erhöht.

Die neuen Raketen führten auch ein neues Leitsystem ein und brachten damit auch die Möglichkeit ein, ballistische Kurzstreckenraketen abzufangen.

S-300PMU-1

Die S-300PMU-1 (NATO-Codename: SA-20A) wurde 1992 eingeführt, zum ersten Mal in einem bodenbasierten System mit den neuen und größeren 48N6 Raketen ausgestattet. Damit brachte sie auch die gleichen Verbesserungen wie bei der S-300FM mit. Der Sprengkopf ist mit 143 kg etwas kleiner als die Marineversion.

siehe auch: SA-20 Gargoyle

S-300PMU-2

Die aktuelle S-300PMU-2 Favorit (NATO-Codename: SA-20B; US-DoD-Bezeichnung: SA-20B), 1997 eingeführt, ist der S-300PMU-1 ähnlich, hat aber die Reichweite mit der 48N6E2-Rakete erneut erweitert, nun auf 195 km. Damit ist dieses System auch fähig, Mittelstreckenraketen abzufangen.

siehe auch: SA-20 Gargoyle

S-300VM

Das S-300VM-System (Antey 2500) ist das deutlich leistungsgesteigerte Flugabwehrraketensystem des Komplexes S-300V. Hauptsächliche Neuerung ist die Verwendung modernerer Radarsysteme, wie dem Feuerleitradar 9S32ME oder den Suchradaren 9S15M2, 9S15MT2E oder 9S15MV2E. Zudem ist das System mit dem modernen Kommandostation 9S457ME ausgestattet. Das Antey-2500-System kann sechs Starterfahrzeuge 9A84ME, die mit vier Raketenstartbehältern bestückt sind. Die Reichweite des Systems beträgt 2.500 Kilometer.

siehe auch: SA-12 Gladiator / Giant

 Commons: S-300 – Bilder, Videos und Audiodateien