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Kasimir (Heiliger)

Der heilige Kasimir von Polen und Litauen (Święty Kazimierz) (* 3. Oktober 1458 in Krakau, Polen; † 4. März 1484 in Grodno, damals Litauen) war der zweite Sohn von Kasimir IV. und dessen Frau Elisabeth.

Leben

1471 wurde Kasimir durch den ungarischen Adel zum König bestimmt, konnte aber sein Amt nicht antreten, da sein Rivale Matthias Corvinus dies verhinderte. Während des Aufenthaltes seines Vater in Litauen übernahm Kasimir 1479 die Verwaltung des Polnischen Reiches. Ein Versuch seines Vaters, ihn mit der Tochter von Friedrich III. zu verheiraten, misslang, da Kasimir ein Keuschheitsgelübde abgelegt hatte. Durch sein Fasten war er stark geschwächt und starb dadurch bei einer Reise zu seinem Vater nach Litauen am 4. März 1484 in Grodno.

1832 wurden seine sterblichen Überreste aus der zu seinen Ehren Anfang des 17. Jhs. erbauten St.-Kasimir-Kirche in Vilnius in die Kathedrale überführt, da die Kasimir-Kirche in ein orthodoxes Gotteshaus umgewandelt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg schlossen die Sowjets die Kathedrale und so wurden die Reliquien für kurze Zeit in die Peter-und-Paul-Kirche in Wilna überführt, sind aber seit der Unabhängigkeit Litauens wieder in der dortigen Kathedrale.

Gedenktag

Kasimir wurde 1602 von Papst Clemens VIII. heiliggesprochen. Er ist Schutzpatron von Litauen und Polen. Am 11. Juni 1948 wurde er von Papst Pius XII. zum Schutzheiligen der Jugend ernannt.

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Personendaten
Kasimir von Polen
katholischer Heiliger, zweiter Sohn von Kasimir IV.
5. Oktober 1458
Krakau, Polen
4. März 1484
Hrodna, damals Litauen, heute Weißrussland