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AMB Generali

AMB Generali Holding AG
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 2001
Unternehmenssitz Aachen
Unternehmensleitung

Dietmar Meister (Vorstandssprecher)

Mitarbeiter 15.994 (2007)[1]
Umsatz 13,769 Mrd. Euro (2007)
Branche Versicherungen
Finanzdienstleistungen
Website www.amb-generali.de

Die AMB Generali Holding AG ist eine Holding von etwa 20 deutschen Versicherungsunternehmen mit Firmensitz in Aachen. Die „AMB-Generali-Gruppe“ ist nach der Allianz SE und der ERGO Versicherungsgruppe der drittgrößte Erstversicherer in Deutschland. Sie ist ihrerseits in mehrheitlichem Besitz der italienischen Assicurazioni Generali S.p.A. in Triest.

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlen

Der Gesamtkonzern der AMB Generali erzielte im Geschäftsjahr 2007 Brutto-Prämieneinnahmen von 11,771 Mrd. € (2006: 11,743 Mrd. €). Inklusive Sparanteilen aus Lebensversicherungen und Beiträgen aus Investmentverträgen ergibt sich ein Gesamtumsatz von 13,769 Mrd. € (2006: 13,408 Mrd. €). Die Mitarbeiterzahl sank gegenüber 2006 von 17.606 auf 15.994. Das Konzernergebnis belief sich 2007 auf 499 Mio. € (2006: 451 Mio. €).

Es sind 53.679.994 Aktien der AMB Generali Holding AG ausgegeben. Es handelt sich um Inhaberaktien, die als Stückaktien gehandelt werden. Die Aktien sind unter der ISIN DE0008400029 und der WKN 840002 börsennotiert; das Börsenkürzel ist „AMBG“ (bei Reuters) beziehungsweise „AMB2“ bei Bloomberg.[2] Der Jahresschlusskurs 2007 bei XETRA betrug 106,75 €. Die Aktie ist Bestandteil des Börsenindex MDAX.

Der Konzern-Lagebericht zum 30. September 2005 weist unter anderem folgende Eckzahlen aus:

Für das abgelaufene Zeitjahr
Gesamtbeiträge 9.449 Mio. €
Erträge aus Kapitalanlagen 2.670 Mio. €
Leistungen −7.919 Mio. €
Steuern −263 Mio. €
Zum 30. September 2005
Kapitalanlagen 78.742 Mio. €
Assets under Management 90.183 Mio. €
Eigenkapital 3.682 Mio. €
Rückstellungen 75.052 Mio. €

Am 30. September 2005 beschäftigte AMB Generali 17.461 Mitarbeiter, 811 weniger als zu Jahresbeginn. Hierfür entstand ein Personalaufwand von 807 Mio. €. Die Aktien des an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelten Unternehmens stiegen von einem Kurswert von 60 € zum Jahresbeginn 2005 fast kontinuierlich auf 100 € im Februar 2006. Damit liegt der Börsenwert bei 5,4 Milliarden Euro. Die Aktie ist unter anderem im MDAX enthalten. Der Mutterkonzern hält knapp 85 % der Aktien. Durch Verschlankung seiner Strukturen will der Konzern sein Ergebnis bis 2008 von 410 Mio.€ auf 450 Mio. € steigern. Dies wird hauptsächlich durch Arbeitsplatzabbau erwirtschaftet.

Gremien

Den Vorstand der AMB Generali bilden Dietmar Meister (Vorstandssprecher), Dott. Lorenzo Kravina und Christoph Schmallenbach.

Der Aufsichtsrat besteht aus Wolfgang Kaske (Vorsitzender), Michael Kalka (stellvertretender Vorsitzender), Sergio Balbinot (Geschäftsführer des Mutterkonzerns), Antoine Bernheim, Helmut Kohl, Martin Blessing, Gerardo Broggini, Reinfried Pohl, Alfredo Gysi und Wilhelm Winterstein sowie, als Arbeitnehmervertreter, Brigitte Jakob, Monika Hendricks, Thomas Körber, Michael Kuß, Martin Lemcke, Shirley Drewing-Jeitner, Roland Schwarz, Karl-Rupert Hasenkopf, Rudolf Winkelmann, und Susanne Hille (Stand Februar 2006).

Beteiligungen

Zu 100 Prozent unter dem Dach der AMB Generali arbeiten unter anderem folgende Versicherer und Finanzdienstleister:

Hinzu kommen die AMB Generali Immobilien GmbH und die Generali Employee Benefits GmbH als nicht konsolidierte Gesellschaften und Mehrheitsbeteiligungen an der AMB Generali Lloyd GmbH und der Generali Lloyd AG. Mit der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) besteht eine Kooperationsvereinbarung, bei einer Beteiligung von 49,9 %. Mit der Commerzbank besteht eine enge und langfristig ausgelegte gegenseitige Vertriebskooperation, 1998 hielt AMB Generali 9,9 % der Commerzbank-Aktien. Zu weiteren Minderheitsbeteiligungen gehört die Allgemeine Wohnungsvermögens-Aktiengesellschaft (ALLWO).

Geschichte

1998 erwarb die italienische Assicurazioni Generali eine Mehrheitsbeteiligung von gut 65 % an der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-AG (frühere Geschichte siehe dort). In den Folgejahren wurden weitere deutsche Versicherungsunternehmen erworben und zusammen mit bereits bestehenden Beteiligungen des Mutterkonzerns in die Holding eingegliedert. Das seit 2001 unter AMB Generali Holding AG firmierende Unternehmen hat die Aufgabe, die deutschen Beteiligungen des Konzerns zu bündeln und produktübergreifend zu steuern. Im November 2002 wurde der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl in den Aufsichtsrat berufen. Im Januar 2004 verkaufte die Allianz AG ihren 9,5-prozentigen Aktienanteil. Über ihre Töchter hat die AMB Generali insgesamt 13,5 Millionen Kunden.

Einzelreferenzen

  1. Geschäftsbericht 2007.
  2. Angaben des Unternehmens.