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Flughafen Berlin-Tegel

Flughafen Berlin-Tegel
Kenndaten
IATA-Code TXL
ICAO-Code EDDT
Flugplatztyp Verkehrsflughafen
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 8 km von Berlin
Straße Autobahn A 111
Nahverkehr Buslinien TXL, X9, 109, 128
Basisdaten
Eröffnung 1948
Betreiber Berliner Flughafen GmbH (BFG)
Fläche 466 ha
Terminals 5 (A-E)
Passagiere 13.357.741 (2007)
Luftfracht 24.957 t (2007)
Flug-
bewegungen
151.396 (2007)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
12 Mio.
Beschäftigte 6849
Start- und Landebahnen
08R/26L 2.428 m × 46 m Asphalt
08L/26R 3.023 m × 46 m Asphalt

Der Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“ (IATA-Code: TXL, ICAO-Code: EDDT, offiziell Berlin International Airport) ist einer von drei Verkehrsflughäfen, die sich im Großraum Berlin befinden. Die anderen beiden Flughäfen sind Berlin-Schönefeld und Berlin-Tempelhof. Der Flughafen Tegel liegt im Ortsteil Tegel des Berliner Bezirks Reinickendorf, die Hauptzufahrt zu den Flughafenanlagen Tegel-Süd, über die der gesamte zivile Luftverkehr abgewickelt wird, liegt jedoch im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Der 1930 als Raketenschießplatz eröffnete, 1948 neugebaute Flughafen trägt seit 1988 den Namen Otto Lilienthal und ist heute der am stärksten frequentierte Flughafen Berlins. Für viele Fluggesellschaften und Passagiere (vor allem aus dem Westteil der Stadt) ist Tegel der beliebteste der drei Flughäfen, sodass für neue Flugverbindungen oder die Stationierung neuer Flugzeuge kaum noch freie Slots vorhanden sind. Das erklärt auch, warum in den vergangenen Jahren jeweils ein höheres Passagieraufkommen zu verzeichnen war, als die offiziellen Kapazitäten für die Abfertigungsgebäude auswiesen. Diese Zahl wird mit 9,5 Millionen Fluggästen pro Jahr angegeben. Im Jahr 2007 wurden dort aber nach Angaben des Betreibers mehr als 13,3 Millionen Fluggäste abgefertigt.[1] Betreiber des Flughafens ist die Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH (BFG).

Diese war Teil der Berlin Brandenburger Flughafen Holding GmbH (BBF), deren Gesellschafter die Bundesländer Berlin, Brandenburg sowie die Bundesrepublik Deutschland gewesen sind. Heute ist die BFG eine Tochter der Flughafen Berlin Schönefeld GmbH (FBS), da die BBF 2003 mit der FBS verschmolzen wurde. Mit der Fertigstellung des Ausbaus des Flughafen Schönefeld zum Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) ab 2011 soll auch Tegel geschlossen werden und der gesamte Berliner Flugverkehr in Schönefeld abgewickelt werden. Eine Klage der Fluggesellschaften Germania, Air Berlin, dba, Hapagfly und HLX gegen die geplante Schließung wurde am 24. November 2005 vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg abgewiesen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 27. September 1930 wurde der Raketenschießplatz Tegel unter der Leitung von Rudolf Nebel eröffnet. Nach Beginn der Berliner Blockade 1948 wurde mit dem Aufbau der mit 2400 Meter damals längsten Start- und Landebahn Europas begonnen. Diese wurde in nur zwei Monaten fertig gestellt, sodass am 5. November 1948 das erste Flugzeug auf dem erst Anfang Dezember offiziell eingeweihten Flughafen landen konnte.

Erst am 2. Januar 1960 wurde in Tegel mit dem zivilen Flugverkehr begonnen. Seit 1975 entwickelte sich Tegel weiter zum wichtigsten Passagierflughafen Berlins. Mit der Vollendung der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 wurde Tegel auch zum Ziel der Lufthansa, die vorher wegen der alliierten Sonderrechte den Flughafen nicht anfliegen durfte.

2005 stieg die Anzahl der Passagiere im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % auf 11,53 Millionen Fluggäste.

Tegel Nord – Regierungsflughafen

Die Abfertigungsanlagen nördlich der Landebahnen grenzen an den Ortsteil Tegel und wurden zuerst von der französischen Siegermacht als Militärflughafen genutzt. Die ersten zivilen Flüge wurden dort ab 1960 abgefertigt, 1965 und 1968 wurden die Einrichtungen noch erweitert. Ab 1974 wurden die Anlagen für den zivilen Luftverkehr geschlossen.

Genutzt wurde der im französischen Sektor der Stadt liegende Flughafen im Linienflugverkehr von der französischen Air France sowie von amerikanischen und britischen Charterfluggesellschaften, darunter Channel Airways (GB), Dan Air Services (GB), Laker Airways (GB) und Modern Air (US). British Airways (GB) und Pan Am (US) flogen weiter nach Tempelhof (bis 31. August 1975).

Seit dem Abzug der französischen Streitkräfte 1994 wird Tegel-Nord von der Bundeswehr genutzt und ist heute Regierungsflughafen.

Tegel Süd – Verkehrsflughafen

Die Flughafenanlagen Tegel-Süd entstanden zwischen 1965 und 1975 nach Plänen des Hamburger Architektenbüros von Gerkan, Marg und Partner (gmp), das dadurch international bekannt wurde. Zu dem Architektenteam gehörte neben Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg auch Klaus Nickels. In Tegel-Süd erfolgte 1969 der erste Spatenstich, 1970 war Baubeginn und 1972 Richtfest. Nach der offiziellen Einweihung am 23. Oktober 1974 erfolgte die Inbetriebnahme am 1. November, nach einigen Verzögerungen wurde im Sommer 1975 der gesamte zivile Flugverkehr vom Flughafen Tempelhof nach Tegel verlegt. Damit flogen nun auch PanAm und British Airways nach Tegel.

Kern der Anlage ist ein Ensemble aus fünf Terminals und dem Tower. Die Anlage ist vom Rollfeld umgeben und mit dem Auto nur durch einen Tunnel erreichbar, das Vorfeld grenzt im Norden an die Landebahnen, im Süden wird es von Fracht- und Wartungshallen, Bordküchenbetrieben und Versorgungs- und Betriebsgebäuden – wie der Energiezentrale – umschlossen, die ebenfalls Teil des Entwurfes von gmp sind.

Terminal A

Beim Terminal A handelt es sich um ein sechseckiges Linearterminal mit 14 Fluggastbrücken (Fingerdocks), die nebeneinander an einem Korridor angeordnet sind. Taxis können Passagiere auf der Vorfahrt im Innenhof des Terminals unmittelbar vor dem jeweiligen Check-In-Schalter absetzen, der von der Vorfahrt nur durch eine Glasfassade getrennt ist; für PKW's steht ein Parkhaus im Zentrum des Terminals zur Verfügung. Busse fahren nicht mehr ins Innere des Ringes, sondern halten an den Bussteigen vor der Haupthalle, die an den Positionen A1 und A14 an den Flugsteigring grenzt. Direkt hinter den Check-In-Schaltern und den angrenzenden Sicherheitskontrollen befindet sich ein Warteraum, der zu je zwei Fluggastbrücken führt, sodass der Warteraum entweder für zwei kleinere Flugzeuge oder einen großen Jet genutzt werden kann. Zwischen zwei Warteräumen befindet sich jeweils der Bereich für ankommende Passagiere mit Gepäckrückgabeband und ggf. Ausweis- und Zollkontrolle. Durch die zunehmende Anzahl an Schengen-Flügen gibt es an immer weniger Flugsteigen eine Passkontrollbox. Dadurch können im Terminal nur noch an den Positionen A1 bis A7 sowie an den Positionen A12 bis A14 Flüge aus Drittstaaten abgefertigt werden.

In der Haupthalle des Flughafens, direkt hinter den Anzeigetafeln befindet sich der Servicepunkt, der von Berliner Polizei und Bundespolizei besetzt wird. Auskünfte zu Einreisebestimmungen, Luftsicherheitsfragen oder auch die Erteilung von Passersatzdokumenten werden hier fachkundig durch die Bundespolizei erledigt.

Typisch für die Architektur der 1960er- und 1970er-Jahre ist der Versuch, Funktionen in geometrische Formen umzusetzen und diese als Leitmotiv zu verwenden. Charakteristisch für Tegel ist das Raster aus Drei- und Sechsecken anstelle rechteckiger Räume. Die Windfänge an den Eingängen haben ebenso dreieckige Grundrisse wie die erkerartigen Vorbauten der Warteräume, die zu den Fluggastbrücken führen. Grundriss und Querschnitt des Gebäudes und der Betonpfeiler sind sechseckig. Ursprünglich waren auch die Sitzmöbel und die Bodenfliesen entsprechend geformt, an vielen Stellen wurden bei Renovierungsarbeiten allerdings herkömmliche Ersatzmaterialien verwendet. Am Bussteig vor dem Gebäude waren 2008 noch die alten Fliesen sichtbar.

Terminal C

Die Errichtung des heutigen Terminals C war als Flugsteigring Ost und Kopie des Terminal A bereits als zweiter Bauabschnitt der Anlage Ende der 1980er-Jahre vorgesehen, scheiterte allerdings 1988 am Veto der Alternativen Liste, die damals zusammen mit der SPD im West-Berliner Senat regierten. Statt einer Kopie des Terminal A ist nun ein Provisorium errichtet worden. Auch der darunter geplante U-Bahnhof wurde nicht gebaut, es existieren allerdings einige unvollendete Bauwerke der dazu geplanten Verlängerung der Linie U5; der Bahnhof Jungfernheide wurde bei der Verlängerung der Linie U7 entsprechend als Kreuzung mit der ebenfalls zu verlängernden U5 ausgelegt.

Nach dem Mauerfall 1989 begannen die Planungen für einen neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg, Tegel-Süd sollte deshalb nicht mehr ausgebaut werden. Das Gelände einschließlich des geplanten Vorfelds Ost wurde früher als Parkplatz genutzt. Hier entstand eine einfache Abfertigungshalle für weitere 2,5 Millionen Passagiere. Diese Halle orientiert sich an dem neu errichteten Terminal D in Schönefeld. Von der BFG wurde dieser Schritt damit begründet, dass gestiegene Sicherheitsanforderungen zu Kapazitätseinbußen bei den bestehenden Abfertigunseinrichtungen geführt haben. Diese Lücke soll bis zur Eröffnung des BBI überbrückt werden. Am 24. Mai 2007 wurde Terminal C eröffnet und wird nun von Air Berlin und wenigen anderen Gesellschaften genutzt. Nicht zuletzt aus diesem Grund bekam das Terminal bei den Flughafen-Mitarbeitern auch schnell den Spitznamen "Air-Berlin-Terminal". Die Positionen im neuen Terminal erhielten die Nummern C40 bis C58. Besucher, die Fluggäste von Terminal C abholen möchten, können auf dem extra angelegten Parkplatz für das neue Terminal für kurze Zeit kostenlos parken, was bei den übrigen Parkplätzen nicht der Fall ist. Der Fußweg zum Terminal A (Bushaltestelle/Anschlussflüge) beträgt etwa 350 Meter und ist mittlerweile größtenteils überdacht.

Aufgrund des hohen Passagieraufkommens war geplant, neben dem Terminal C ein weiteres Terminal in Leichtbauweise zu errichten. Diese Pläne wurden jedoch im Hinblick auf die Entstehung des BBI wieder verworfen.

Terminal B, D und E

Obwohl Berlin mit Tempelhof und Schönefeld über weitere Flughäfen verfügt, wird der größte Teil in Tegel abgefertigt, da Tempelhof stillgelegt ist und Schönefeld oft als DDR-Überbleibsel für Billigflieger und Pauschaltouristen betrachtet wird. Die ständig steigenden Passagierzahlen machten zusätzliche Abfertigungsschalter erforderlich, was zu kuriosen und auch verwirrenden Nummerierungen führte. So gibt es in Tegel ein Gate mit der Nummer „0“. Mit der Eröffnung des neuen Terminals wurden die Positionen in den Terminals B und D neu nummeriert. Im Hauptgebäude (in der sogenannten „Nebelhalle“, einem ehemaligen Wartebereich) wurde mit den Schaltern 20 bis 39 das heutige Terminal B eingerichtet. Zu den Schaltern 70 bis 91 muss man das Terminal am südlichen Ausgang bei Position 14 verlassen und Richtung Parkhaus 2 laufen - dort wurde die obere Etage zum Terminal D und die untere zum Terminal E ausgebaut.

Energiezentrale, Fracht- und Technikgebäude

Südwestlich des Terminals befinden sich die Frachthallen und die Bordküche, südlich davon die Betriebsgebäude der Flughafengesellschaft sowie die Energiezentrale. Diese Gebäude basieren auf einem Bausteinsystem, so dass alle Gebäude wie aus einzelnen Containern zusammengesetzt wirken. Die einzelnen Module erinnern dabei an Telefonzellen der 1980er-Jahre, sind allerdings durchgehend orangefarben. Die Fenster im Flugsteigring sind ähnlich konstruiert, haben allerdings rote Rahmen. Lediglich die graue Wartungshalle mit ihrem sichtbaren Stahlskelett westlich des Terminals sowie die pyramidenförmige Lärmschutzkabine aus Stahlträgern und Wellblechen fügen sich nicht so recht in das gestalterische Konzept ein, erfüllen jedoch ihren Zweck.

Schwachpunkte der Anlage

Berlin-Tegel bewältigt inzwischen erheblich mehr Passagiere als ursprünglich geplant (im Jahr 2007 wurden insgesamt 13.357.741 Passagiere abgefertigt [2]), was aber zu diversen Einschränkungen führt. Allein die Passagierzahlen aus dem Januar und Februar 2008 beziffern sich auf 2.063.956 [3]), das sind in etwa 390.000 Passagiere mehr als im Vorjahreszeitraum (bis Feb. 2007: 1.673.997 [4]). Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2000 lediglich knapp über 10 Millionen Fluggäste abgefertigt. Vor den Check-In-Schaltern im Flugsteigring bilden sich oft Warteschlangen, die den Durchgang zu den anderen Positionen behindern, die eingeschränkten Kapazitäten der kleinen Kontrollstellen bremsen den Durchgang, gleichzeitig benötigt man an jedem einzelnen Warteraum Sicherheitspersonal. Die Warteräume selbst sind für moderne Flugzeuge oft zu klein, außerdem müssen die Abstellpositionen so gewählt werden, dass international Reisende und Schengenpassagiere nicht den gleichen Warteraum benutzen.

Aus heutiger Sicht ebenfalls problematisch ist die Straßenführung im Terminal, die Ein- und Ausfahrt erfolgt durch ein „Nadelöhr“ unter dem Hauptgebäude. Im Jahr 2004 ereignete sich ein schwerer Unfall, als ein Fahrer auf der Vorfahrt im Terminal nach einem Herzinfarkt die Kontrolle über seinen Wagen verlor und ungebremst durch die Glasfassade in den Flugsteigring raste. Dabei erfasste er die Angestellte eines TUI-Schalters und verletzte sie tödlich.

Für heutige Maßstäbe sind die Flächen für Restaurants und Geschäfte zu klein, durch fehlende Konkurrenz sind die Preise eher hoch und die Auswahl zu gering; der Flughafengesellschaft entgehen außerdem Mieteinnahmen, die bei moderneren Flughafengebäuden eine beachtliche Einnahmequelle darstellen.

Da die U-Bahnanbindung nie realisiert wurde, ist der Flughafen Tegel nur über den Autobahnzubringer zur Bundesautobahn 111, der durch einen Tunnel unter dem Rollfeld führt, erreichbar.

Innerstädtischer Fluglärm

Viele Kritiker und Anwohner beschweren sich über den innerstädtischen Fluglärm, da sich die Ein-/Abflugschneise des Flughafens Berlin-Tegel über bewohntem Gebiet in Pankow und Reinickendorf befindet. Dies sehen sie auch als ein entscheidendes Argument gegen den Weiterbetrieb der innerstädtischen Flughäfen Berlin-Tegel und Berlin-Tempelhof und für eine schnelle Inbetriebnahme des wesentlich weniger Anwohner störenden Großflughafens BBI in Berlin-Schönefeld an, was nicht zuletzt in einem Urteil vom 24. November 2005 des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg bestätigt wurde.

Einflüsse

Die Anlage hat einige Ähnlichkeiten mit dem fünf Jahre zuvor eröffneten Flughafen Köln/Bonn von Prof. Schneider-Esleben, da beide beispielhaft für die Architektur der 1960er-Jahre und das Konzept des Drive-In Airports sind. Tatsächlich haben gmp einen sechseckigen Flugsteigring in ähnlicher Form bereits 1964 in ihrem (nicht realisierten) Entwurf für den Flughafen Hannover vorgestellt. Der gmp-Vorschlag für den Moskauer Flughafen Scheremetjevo 2 sah ebenfalls ähnlich aus, jedoch wurden in Hannover wie in Moskau (fast identische) Anlagen nach Plänen des Büros wilke&partner aus Hannover gebaut. Die neueren gmp-Flughäfen wie Hamburg und Stuttgart zeigen keine Ähnlichkeit mit Tegel.

Das Konzept verfolgte einen Flughafen der kurzen Wege.

Verkehrsanbindung

Der Flughafen ist mit den Bussen des öffentlichen Nahverkehrs gut angebunden (Linien X9, 109, 128, TXL). Von der Stadtautobahn gibt es einen eigenen Zubringer.

Die ursprünglich geplante U-Bahn-Anbindung vom Bahnhof Jungfernheide aus wurde nie realisiert. Die letzten Planungen sahen vor, den Flughafen an die U5 durch die – zur Zeit im Bau befindliche – U55 sowie deren Verlängerung über den U-Bahnhof Turmstraße anzubinden. Dabei würde sie u. a. durch den Bahnhof Berlin Jungfernheide fahren, dessen U-Bahnhof dafür von vornherein – ebenso wie der U-Bahnhof Turmstraße – als Umsteigebahnhof in zwei Ebenen ausgeführt wurde. Im U-Bahnhof Jungfernheide hätte die Linie einen Anschluss zur U7, zur Ringbahn und zum Regional-Express bekommen, im U-Bahnhof Turmstraße zur U9. Angesichts der für 2011 geplanten Schließung des Flughafens und der schlechten Finanzlage der Stadt ist die Vollendung dieses Projektes eher unwahrscheinlich. In der Festlegung der verkehrlichen Prioritäten für das Berliner ÖPNV-Netz bis zum Jahr 2030 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind keine Planungen mehr zu einer Verlängerung der U5 über den Berliner Hauptbahnhof hinaus enthalten.

Flugziele

Das am häufigsten von Tegel aus angeflogene Ziel ist das Umsteigedrehkreuz in Frankfurt. Außerdem werden von Tegel zahlreiche innereuropäische Ziele wie z. B. London, Paris, Wien, Madrid, Mailand oder Oslo direkt erreicht. Interkontinentale Flugverbindungen bestehen derzeit, neben diversen Verbindungen in die Türkei und nach Nordafrika, auf den Strecken nach New York (JFK, EWR), Bangkok, Tel Aviv, Doha, Varadero (Kuba), Punta Cana (Dominikanische Republik) und Ulan Bator (Mongolei), ab September 2008 auch Peking.

Siehe auch

 Commons: Flughafen Berlin-Tegel – Bilder, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Berliner Flughäfen: Verkehrsstatistik 12/2007
  2. Berliner Flughäfen: Verkehrsstatistik 12/2007
  3. Berliner Flughäfen: Verkehrsstatistik 2/2008
  4. Berliner Flughäfen: Verkehrsstatistik 2/2007