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10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“

Die 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“ der Waffen-SS entstand am 1. Juni 1943 durch die Umbenennung der seit 1. Februar 1943 in Südfrankreich in Aufstellung befindlichen SS-Panzergrenadier-Division 10. Am 3. Oktober 1943 erhielt sie den Ehrennamen Frundsberg. Sie umfasste ca. 15.000 Mann.

Inhaltsverzeichnis

Namensgebung

Die Division sollte ursprünglich den Namen „Karl der Große“ tragen, wurde schließlich jedoch nach Georg von Frundsberg, einem deutschen Landsknechtsführer aus dem 16. Jahrhundert benannt. Ähnlich wie die Namen anderer SS-Divisionen z. B. die 9. SS-Panzer-Division „Hohenstaufen“ oder die 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“ sollte der Name Frundsberg an herausragende Ereignisse bzw. Persönlichkeiten deutscher Geschichte erinnern.

Aufstellung

Nach der Schlacht von Stalingrad wurde das SS-Panzerkorps mit den drei ersten Panzerdivisionen der Waffen-SS aus Frankreich zur Ostfront verlegt. Zur Abwehr der zu erwartenden Invasion der Westalliierten sollte die Waffen-SS zwei neue Panzerdivisionen (Nr. 9 und 10) aufstellen. Diese Neuaufstellungen begannen im Januar 1943. Zu dieser Zeit reichte die Anzahl der Kriegsfreiwilligen nicht mehr aus, so dass zum ersten Mal in größerem Ausmaß wehrpflichtige Rekruten zwangsweise zur Waffen-SS eingezogen wurden. Die Division wurde nach der Ausbildung in Südfrankreich und der Normandie als Reserve verwendet. In ihren Reihen dienten auch viele Franzosen.

Einsatz

Im März 1944 wurde die 10. SS-Division zusammen mit ihrer Schwesterdivision (9. SS-Panzer-Division „Hohenstaufen“) nach Galizien verlegt um dort den Ring um die eingeschlossene 1. Panzerarmee zu sprengen. Nach Beginn der Operation Overlord wurden beide Divisionen im Eilmarsch wiederum nach Frankreich zurückverlegt, wo sie nach schweren Kämpfen in den Kessel von Falaise gerieten. Nach dem Ausbruch kämpften sich Restteile über die Seine zurück und befanden sich im September zur Auffrischung in den Niederlanden. Zusammen mit der 9. SS-Panzer-Division „Hohenstaufen“ vereitelten im September 1944 rasch zusammengezogene Alarmeinheiten der beiden Divisionen nach schweren Gefechten den Versuch der Alliierten, die Rheinbrücke von Arnheim (Operation „Market Garden“) zu besetzen. Es folgten Kämpfe bei Aachen und Straßburg. Ende Februar wurde dann eine Verlegung an die Ostfront zur Heeresgruppe Weichsel durchgeführt. Nach Einsätzen bei Stettin, Stargard und Reetz folgte eine abermalige Verlegung in den Raum Fürstenwalde. Von den vordringenden sowjetischen Kräften nach Süden gedrängt, befanden sich Reste der Division bei Kriegsende in Nordböhmen bei Teplitz-Schönau.

Gliederung

Kommandeure

Bekannte Angehörige

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass diente – nach eigenen Angaben und ausweislich seiner Kriegsgefangenenakte – nach Abschluss seiner militärischen Grundausbildung Ende Februar 1945 bis zu seiner Verwundung am 20. April 1945 als Ladeschütze im Panzer-Regiment der Division.

Literatur