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Grammatologie

Grammatologie (griechisch: gramma = Buchstabe + logos = Lehre) ist die Wissenschaft von der Schrift. Der Begriff stammt vom Orientalisten Ignace Gelb, der ihn in seinem Standardwerk über die Schrift "A Study of Writing. The Foundations of Grammatology" aus dem Jahr 1952 erstmals einführte. Dieses Buch beeinflusste die folgende medientheoretische Diskussion über die Schrift und ihre kulturelle Bedeutung. Jacques Derrida übernahm den Ausdruck Grammatologie in seinem gleichnamigen Hauptwerk aus dem Jahre 1967 und machte ihn allgemeiner bekannt. Darin vertritt er die These, dass im abendländischen Denken die Schrift unberechtigterweise zu einer bloßen Hilfsform der gesprochenen Sprache degradiert wird. Derrida zielt darauf, die Schrift und die Wissenschaft von der Schrift wieder aufzuwerten.

Literatur