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Diskussion:Eingebettetes System

Inhaltsverzeichnis

Hier ein paar Anmerkungen zu den letzten Änderungen am Artikel:

Ein Eingebettetes System (auch engl. embedded system) ist ein spezialisiertes elektronisches Computersystem, das eine eigene Hardware (z. B. DSP, FPGA) besitzt,

Ein Computer kann nicht ohne Hardware existieren. Somit besitzt jedes Computersystem eine eigene Hardware. Betrachtet man Software alleine als System, ohne Hardware, dann kann ein derartiges Softwaresystem auch in einem eingebetteten Kontext eingesetzt werden. Somit ist "eigene Hardware" kein unterscheidungsmerkmal, um eingebettete Systeme definieren zu können. >> Korrekt in Bezug auf die Feststellung, dass jedes Computersystem Hardware hat. Aber ein PC funktioniert in der Regel nicht nur mit FPGAs, oder? Ich denke wir sollten hier nicht diskutieren ob ein "embedded System" ein oder kein Computersystem ist - das ist es nämlich - sondern vielmehr überlegen wie wir "embedded system" von "PC" abgrenzen. Und dafür ist schon spezielle Hardware ein Merkmal, oder?


spezielle Peripherie steuert (z. B. Aktoren, Emitter),

Die muss nicht "speziell" sein. Was ist mit Emitter gemeint? >> Mit Emitter ist hier ein Ausgabegerät gemeinst, welches nicht Signale ausgibt. Diese Signale können akustisch, optisch, radioaktiv, magnetisch etc. sein. >> "speziell": Was heißt schon speziell? Aber auf jeden Fall ist es keine Standardperipherie.

von speziellen Sensoren Signale empfängt, und

Auch die Sensoren müssen nicht speziell sein. >> unter speziell verstehe ich Dinge, die nur für eine Anwendung eingesetzt werden. In der Regel also nicht die Standardsensoren wie Tastatur, Maus, etc.

eine spezielle, klar definierte Aufgabe (und nur diese)

Nein, das ist heutzutage definitiv falsch. man denke nur an ein modernes Handy oder Smartphone. Ohne Zweifel ein eingebettetes System, da in den technischen Kontext des GSM-Systems eingebunden, kann das Gerät selbst doch zum Spielen, Musikhören usw. eingesetzt werden. >> Nein. Ein Handy sehe ich an der schranke von embedded system zu normalem Computer system, da heutige Handys eben nicht mehr nur für eine spezielle Anwendung gestrickt sind. Oder würdest Du sagen, dass WindowsMobil embedded software ist? Ich denke, dass der Begriff embedded sowieso schwammig und interpretierbar ist. Wir sollten ihn hier aber so gut es geht definieren und nicht immer rumjammern, dass alles zu ungenau und es nicht geht. Ich bin gerne für Vorschläge offen.


unter speziellen Rahmenbedingungen/Anforderungen (wie z. B. Reaktionszeit, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Stromverbrauch, ...) erfüllt.

Diese Rahmenbedingungen existieren für andere Computersysteme auch. Sie werden zwar oft bei der technischen Realisierung vergessen, trotzdem sind sie zu beachten. >> Halbrichtig! Für PCs existiert nicht die Rahmenbedingung Echtzeit. Genausowenig wie Verfügbarkeit. Allerdings gibt es für jedes Computersystem die Anforderung, dass es in Deutschland laufen muss, dass es Luft verträgt, dass es keine Schadstoffe freisetzt etc. Aber die o.g. "speziellen" Anforderungen gelten nicht im generellen Fall. Somit sehe ich das schon als Abgrenzung von PC und embedded system.

Mit der einfachen Definition, dass ein eingebettetes System ein Computersystem ist, dass in einen technischen Kontext eingebunden ist, stellen sich die meisten u.g. Diskussionen auch nicht mehr. Es spielt keine Rolle, wie das System implementiert ist. Auch die 5 MacMinis in einem Fahrzeug der Darpa Grand Challenge, können so zum eingebetteten System werden. Gleiches gilt für IndustriePC-Karten in der Produktionssteuerung o.ä. >> Das mit dem Kontext sehe ich auch so. Allerdings detailliere bitte noch, was "technischer Kontext" genau heißt, damit hier auch Otto-Normal-User etwas versteht.

Embedded System vs. Eingebettes System

Frage: Der Fachbegriff ist "Embedded System" und nicht "eingebettetes System". Welcher Deutsch-Apostel hat das denn alles eingedeutsch? Wird demnächst die CD auch eine KD, der DVD-Player ein DVD-Spieler,eine Chip-Karte eine Baustein-Karte und der Computer generell ein Rechner? Im Text wäre es ja ok, beide Begriffe nebeneinander zu nutzen, aber Fachsprache bleibt Fachsprache - und das ist in der IT eben Englisch.

Sehe ich auch so. Hat villeicht noch jemand eine meinung dazu? Dann könnte man das Lemma verschieben... --trm wie heißt die EFTA? 17:15, 17. Apr. 2007 (CEST)
"Eingebettete Systeme" ist in D ebenso etabliert wie "embedded system", daß letzteres per googlefight nur 4-5mal häufiger gefunden wird als ersteres, zeigt, daß es sogar unerwartet häufig verwendet wird. Außerdem bietet uns die wikisoft die wunderpraktische Funktion der Weiterleitung, und, siehe da, Embedded System existiert. Es gibt also keinen Grund für eine Änderung. -- Smial 17:26, 17. Apr. 2007 (CEST)
OK, klingt einleuchtend - mir war bisher eigentlich nur die engl. variante geläufig. Allerdings würde ich 'embedded system' fett schreiben, um zu verdeutlichen, das der Begriff auch in DE gebräuchlich ist. Wie sieht es denn mit der franz. Variante aus? Bzw. warum wird diese erwähnt?--trm wie heißt die EFTA? 16:10, 18. Apr. 2007 (CEST)
So, nun hast du (Smial) es fett gemacht. Meine Frage bez. der franz. Variante ist aber noch offen. Ist dieser Ausdruck im deutschsprachigen Raum wirklich verbreitet?--trm wie heißt die EFTA? 10:23, 19. Apr. 2007 (CEST)
Keine Ahnung, aber ich wollte die Engländer nicht wichtiger als die Franzosen erscheinen lassen ;-) -- Smial 11:38, 19. Apr. 2007 (CEST)

Sonstiges

unklar geblieben: Wie grenzt sich Embedded Systems von Ubiquitous Computing ab, gibt es Unterschiede oder ist es eigentlich das Gleiche? -- Inna Janssen

Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil, das typische Embedded System ist ja eben gerade quasi unsichtbar und nicht als solches erkennbar. Das U.C. öffnet die Geräte nach aussen hin und vernetzt sie untereinander. Wie man an Handys sehr gut sieht, führt es die Geräte dann jedoch gleichzeitig aus der Embedded-Ecke weg in Richtung PDA/MobilePC.
Wie es scheint, handelt es sich bei Ubiquitous Computing um ein neues Schlagwort, welches alte Erkenntnisse in moderne Sprache übersetzen soll. Von Embedded Systems redet man schon seit vielleicht 20 Jahren. Das ist alt und abgegriffen. Also her mit der neuen Vokabel. (Sonst fällt man ja nicht auf.) Ubiquitous bedeutet ja soviel wie allgegenwärtig. Und genau das sind die Embedded Systems ja auch. Demzufolge dürfte da kein wesentlicher Unterschied bestehen - bis auf das alter des Begriffs... --Harald Wehner 16:49, 18. Nov 2005 (CET)
Ich wuerde differenzieren: Embedded_Systems betrachtet die Einbettung der Systeme, aber noch keine Verbindung dieser untereinander. Ubiquitous Computing geht einen Schritt weiter, und die ganzen Smart Devices vernetzen sich dann auch noch via Ad-Hoc-Verbindungen. -- Inna Janssen
Ein Punkt für Inna! Daran hab ich nicht gedacht, nachdem der ganze Krempel, an dem ich arbeite, immer irgendwie mit was anderem „kommuniziert“. Nur - was sagen dann unsere Datensch(m)ützer dazu? Da könnt ja jeder herausbekommen, wieviel Kaffee ich trinke (vom Bier im Kühlschrank mal ganz abgesehen)... --Harald Wehner 13:03, 25. Nov 2005 (CET)


"...Am besten, man nimmt den nächstbesten freien Mitarbeiter (noch besser eine Mitarbeiterin oder den Chef) und setzt ihn vor den PC, auf dem das Programm mit der gewünschten Oberfläche läuft..."

LOL

In wieweit kann man PC-gestützte Systeme, die äußerlich modifiziert werden und/oder nur für eine bestimmte Software genutzt werden, als "Embedded Systems" betrachten? Ich denke hier an Geräte wie Registrierkassen, Meßsysteme, Maut-Terminals... Diese sind einerseits reine PC-Systeme, wurden andererseits aber baulich oder softwaretechnisch so weit verändert, daß sie nur einem bestimmten Zweck dienen (können). Ist hier eine Änderung / Ergänzung der Definition nötig? -- ChristianStüdemann

Tja Christian, das ist eine Ermessensfrage. Der „Hardcore Embedded Man“ würd wohl sagen: „Nö, das ist kein Embedded System“. Ein „PC“ ist für ihn halt entweder ein Spielzeug (wo es haufenweise Embedded Systems gibt) oder ein Werkzeug (wo es noch viel mehr Embedded Systems gibt. So sind z.B. moderne Spektrumanalyzer PCs mit Embedded XP als Betriebssystem, die via RJ45-Buchse direkt ins Intranet eingklinkt werden können. Da sieht man keinen PC. Keine Tastatur. Keine Maus. Aber es steckt ein vollgültiger PC drin. Häufig nicht auf Intel- oder AMD-Basis, aber ein funktionsfähiger PC.) Ein PC-Freak sagt wiederum, da läuft ja nicht mal Freecell - also ist es kein PC. Persönlich denke ich, daß solche Teile eher im Bereich Embedded Systems anzusiedeln sind. Spezielle Geräte für spezielle Aufgaben. Kein Allgemeingültigkeitshype wie für den PC postuliert. --Harald Wehner 00:39, 6. Okt 2005 (CEST)
Entscheidend ist hier der Anwendungszweck, und der ist eben "embedded". Die Grenzen zu Industrial-PCs sind natürlich fliessend, aber die Anwendung definiert die Bezeichnung.

Oh, oh!!

Also hier sind doch ein paar „Kleinigkeiten“, die mir so garnicht in die „Embedded Welt“ zu passen scheinen:

Arbeitsplatzcomputer und Embedded System

Da wird von „zumeist dieselbe Hardware wie Arbeitsplatzrechner“ gesprochen und ein paar Zeilen weiter von 68HC12 und C167. Also DAS paßt nicht zusammen. In welchem Arbeitsplatzrechner ist ein HC12 oder ein C167?

Mein Verständnis: Ein eingebettetes System verwaltet Daten nicht und speichert in sich auch keine großen Datenmengen. Zwar können eingebettete Systeme die Speicherung und Verwaltung von Daten steurn (z.B. Festplatencontroler), sie haben selbst aber keinen Massenspeicher. Wenn sie Daten speichern, dann nur in zeitlich oder örtlich beschränktem Umfang.

Es gibt halt wie immer sone und solche. Man kann einen Industrie-PC zur Not auch als Embedded System ansehen, und der muss nun tatsächlich kaum vom Arbeitsplatzrechner abweichen. Andererseits hat man eben z. B. den Automotive-Bereich, wo man ganz andere Brötchen bäckt. --PeterFrankfurt 21:49, 22. Nov. 2007 (CET)

ältere Komponenten und Stromverbrauch

Da müßten alle Vertriebler sog. „moderner“ Bausteine Sturm laufen. Welcher „älterer“ Baustein erreicht die Stromsparqualitäten eines TI MSP430??

FLASH-ROM

Also der Begriff ist definitiv FALSCH. Ein FLASH ist kein ROM. Punkt.

Weiterlaufen nach Spannungsschwankungen

Das ist so ein Ding. Natürlich machen das die meisten aktuellen Embedded Systeme, da sog. SVS (Supply Voltage Supervisor, Versorgungsspannungsüberwacher) im Allgemeinen nicht üblich sind. Aber wenn ein System ein „seltsames“ Verhalten zeigt, hat es meist sogar ein DAU drauf, den Einschaltknopf zu betätigen. Mittels Reset werden dann die Probleme nach der Spannungsschwankung (hauptsächlich gekippte Bits im RAM) durch den Benutzer gelößt. Wirklich „moderne“ Embedded Systeme haben einen SVS, der selbsttätig einen Reset auslößt. Der Benutzer muß dann nicht erst stundenlang herumrätseln, warum sein System plötzlich keinen Kaffee mehr kocht, sondern Eier bäckt...

--Harald Wehner 00:13, 6. Okt 2005 (CEST)

Betriebssysteme

Die Sache mit der „unendlichen Schleife“ als Betriebssystem hat ein Vortragender ich meine auf der Messe Embedded World 2002 von sich gegeben: „Nutzen Sie ein Betriebssystem, und wenn es eine unendliche Schleife ist.“ Das waren seine Worte. Ich weis nicht mehr, wie der Typ hieß. Aber es war irgend einer, der eigentlich an Betriebssystemen geforscht hat. --Harald Wehner 16:52, 18. Nov 2005 (CET)

er meinte möglicherweise die zyklische Arbeitsweise von SPS? -- Smial 20:27, 8. Jan 2006 (CET)
Was heißt da „zyklische Arbeitsweise von SPSen“? Nahezu jedes Betriebssystem macht doch im Prinzip nichts andere, als Däumchen drehen. Und wie macht es das? Es dreht Schleifen. Nach der Art do {} while (1); oder auch for (;;) oder while (1) {}. Die wenigesten Betriebssysteme werden den Prozessor schlafen legen und warten, daß irgend etwas passiert - das macht allerhöchstens eine SPS, wenns drum geht, Strom zu sparen - oder irre ich mich? --Harald Wehner 19:00, 16. Jan 2006 (CET)
Du irrst hier, meine ich. Linux etwa verwendet einen HLT-Befehl, wenn die Konfiguration dies gestatet. Siehe z. B. hier (Zeile safe_halt). Auch andere Prozessoren - sogar der uralte Z80 - haben einen HALT-Befehl, der durch einen (Timer-, I/O)-Interrupt wieder aufgeweckt wird. Da gute Betriebssysteme unterbrechungsgesteuert sind, wird man kaum eine Schleife verwenden. --Hubi 20:08, 16. Jan 2006 (CET)
Ich kannte VMS und RTX. Die haben einen „Nulljob“, der dann aktiv ist, wenn nichts sonst aktiv ist. Die Jobzeiten sind in µs angegeben. Die alten PDPs sind kaum so schnell, daß sie einen Timer in der Zeit starten könnten. Also gehe ich davon aus, daß die CPU immer läuft. Und wenn sie das tut - was tut sie dann in der Zeit? Ich kann mich auch nicht erinnern, daß der 8051 mittels Timer aufweckbar wäre. Wie will der in Systemen, die solch einen Nulljob nutzen, das realisieren? OS9 hat auch sowas. Also für mich sieht das alles nach Däumchendrehen aus. --Harald Wehner 02:34, 17. Jan 2006 (CET)
Der 8051 wird in den Idle-Mode versetzt, sobald PCON.0 gesetzt wird. Die CPU wird dann stillgelegt (der Takt wird ausgeschaltet); Interrupt- und Timerfunktionen sowie die serielle Schnittstelle laufen jedoch weiter. Um den Idle-Mode zu beenden braucht es einen Hardware-Reset oder einen Interrupt. Mögliche Interrupt-Quellen sind die externen Interrupts (/INT0 oder /INT1), die Timer (0 oder 1 beim 8051, 0 bis 2 beim 8052), oder die serielle Schnittstelle. Schon der 8051 hat somit die notwendige Funktionalität, um den Prozessor stillzulegen und wieder aufzuwecken.
Es ist natürlich dem Programmierer überlassen, ob er den Prozessor während Arbeitspausen im Kreise drehen lässt oder stilllegt. Nur bei batteriebetriebenen Geräten wird der Prozessor garantiert ausgeschaltet, um Energie zu sparen. Ich würde jedoch davon ausgehen, dass im Normalfall die Prozessoren angehalten werden, inbesondere dort, wo Betriebssysteme verwendet werden. -- Stefan506 09:18, 17. Jan 2006 (CET)
P.S. Heutzutage ist eine PDP als Prozessor eines "eingebetteten" Systems nicht mehr typisch. Moderne Autos haben bspw. über 50 Mikrocontroller eingebaut, aber nur selten PDPs :-) -- Stefan506 09:25, 17. Jan 2006 (CET)

Messe

Die Embedded Systems in Nürnberg ist eine wichtige Fachmesse, das darf man hier nicht vergessen!

Systemstart

Beim Systemstart wird behauptet, dass man die Dauer des Startup-Codes am Aufleuchten der Kontrollleuchten im Kfz erkennen könne. Meines Wissens hat das aber gar nichts miteinander zu tun, sondern ist eine Lampentestfunktion, die eine fest vorgegebene Zeit dauert, unabhängig von anderen Initialisierungen. - Was im Artikel nur vage angedeutet wird, in der Praxis aber bedeutsam ist, ist der Startspannungsimpuls in einem Kfz, dass die Betriebsspannung während des Anlassens so weit zusammenbrechen kann, dass ein Weiterarbeiten unmöglich wird, der RAM-Inhalt aber bestehen bleibt. Hier werden teilweise extreme Aufwände getrieben um festzustellen, ob man danach einfach weitermachen kann oder doch komplett resetten muss. --PeterFrankfurt 00:44, 28. Aug. 2007 (CEST)

Ausbildungseinrichtungen

Ich habe die Weblinks zu den Ausbildungseinrichtungen rausgenommen. Das sind keine Webseiten, die einem bei dem Thema weiterhelfen würden. Wer sich mit der Lage bei den Studiengängen auskennt, kann aber natürlich Erläuterungen zu Ausbildungseinrichtungen in den Haupttext setzen. -- Kerbel 12:15, 5. Dez. 2007 (CET)