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Paroli (Uniform)

Paroli ist ursprünglich ein Begriff aus dem österreichisch-ungarischen Militärjargon.

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Parolis in der k.u.k. Armee

Es waren dies die farbigen Stoffstücke, die auf den Kragen des Mantels und der Feldbluse aufgenäht waren.

Die Parolis waren in der Egalisierungsfarbe gehalten und dienten bei den 102 Regimentern der k.u.k. Infanterie, den Dragonern und Ulanen in ihrer Farbgebung als Unterscheidungsmerkmal und zur Identifizierung untereinander - bei den anderen jedoch als Waffengattungsfarbe (Artillerie scharlachrot - Jäger grün) oder sonstiger Spezifikationen. In Deutschland wäre hierfür am ehesten der Begriff "Kragenspiegel" zu gebrauchen.

Das Bild zeigt die kaisergelben Parolis mit weißen Knöpfen eines Gefreiten des Dalmatinischen Infanterie Regiments "Graf Lacy" Nr. 22.

Oben auf dem Kragen des hechtgrauen Mantels, unten auf dem Stehkragen der hechtgrauen Feldbluse.

Parolis im heutigen Österreich

In Österreich ist am System der Uniformrangabzeichen seit der Monarchie nahezu alles so geblieben wie es war. Man hat im Laufe der Zeit lediglich die Bezeichnung verändert und aus den Parolis mit Distinktionssternen sind die Distinktionsabzeichen geworden. Als Beispiel sind Distinktionsabzeichen des Bundesheeres und der Bundespolizei abgebildet.

Bundesheer
Rang Zugsführer
Zgf
Korporal
Kpl
Gefreiter
Gfr
Abzeichen
Bundespolizei
Rang Leutnant
Lt
(i.d. Grundlaufbahn)
Oberleutnant
Oblt
Hauptmann
Hptm
Abzeichen

Als Paroli wird im heutigen Sinn nur mehr die geschweifte Zunge am Mantelkragen mit der nach hinten weisenden Spitze bezeichnet.

Siehe auch:

Bundesheer und Bundespolizei

Literatur