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Oederan

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 52′ N, 13° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Freiberg
Verwaltungsge-
meinschaft:
Oederan
Höhe: 400 m ü. NN
Fläche: 55,85 km²
Einwohner: 7015 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09569
Vorwahl: 037292
Kfz-Kennzeichen: FG
Gemeindeschlüssel: 14 1 77 340
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 5
09569 Oederan
Webpräsenz:
www.oederan.de
Bürgermeister: Gernot Krasselt (CDU)
Lage der Stadt Oederan im Landkreis Freiberg

Oederan ist eine Kleinstadt im sächsischen Landkreis Freiberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Zu Oederan gehören weiterhin die Ortsteile Börnichen, Gahlenz, Görbersdorf, Kirchbach, Schönerstadt, Breitenau und Lößnitztal.

Geschichte

Im 12. Jahrhundert legten Bauern als Vorläufer der Stadt ein Waldhufendorf an. Der Sage nach erhielt die Stadt ihren Namen nach einem Kaufmann Ranius und einer Inschrift auf seinem Grabe „Edda Ranio“ (also Edda dem Ranius). 1286 wurde der Ort urkundlich und 1292 erstmals als Stadt erwähnt. Grabungen haben ergeben, dass Oederan mindestens seit der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts existierte. Die bedeutendsten Gewerbe seit dem Mittelalter waren die Tuchmacherei (1457) und die Leinenweberei (1507). 1583 erhielt die Stadt vom Kurfürsten August I. von Sachsen das Privileg einer „Freien Bergstadt“.

Eingemeindungen

Die heutige Stadt setzt sich aus der Stadt und 8 früher selbständigen Gemeinden zusammen. Mit Wirkung zum 1. Januar 1974 die Gemeinden Börnichen und Görbersdorf. 20 Jahre später folgten mit Wirkung zum 1. Januar 1994 die Gemeinden Kirchbach und Schönerstadt. Am 1. Januar 1997 kam die Gemeinde Breitenau mit dem Ortsteil Lößnitztal hinzu. Mit der ursprünglichen Gemeinde Breitenau war 1921 die Gemeinde Thiemendorf (mit Wohnplatz Lößnitztal) und 1927 die Gemeinde Hetzdorf (ebenfalls mit einem Wohnplatz Lößnitztal) vereinigt worden. Zum 1. Januar 2007 wurde schließlich auch die bis dahin selbständige Gemeinde Gahlenz eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 9618
  • 1983 − 9555
  • 1984 − 9477
  • 1985 − 9491
  • 1986 − 9459
  • 1987 − 9528
  • 1988 − 9457

1989 bis 1995

  • 1989 − 9423
  • 1990 − 9196
  • 1991 − 9092
  • 1992 − 8968
  • 1993 − 8900
  • 1994 − 8862
  • 1995 − 8800

1996 bis 2002

  • 1996 − 8846
  • 1997 − 8759
  • 1998 − 8666
  • 1999 − 8599
  • 2000 − 8504
  • 2001 − 8423
  • 2002 − 8338

2003 bis 2006

  • 2003 − 8200
  • 2004 − 8081
  • 2005 − 7955
  • 2006 − 7913
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Religion

Die Stadtkirche "Zu Unserer Lieben Frauen", deren Geschichte auf das 13. Jahrhundert zurückgeht, ist seit Einführung der Reformation in Oederan im Jahre 1537 evangelisch-lutherisch. Außerdem gibt es eine protestantische Kirchgemeinden in den Stadtteilen Börnichen, Gahlenz und Kirchbach. Alle diese Gemeinden gehören zum Kirchenbezirk Flöha der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Auf katholischer Seite gibt es ein Oederan die Anfang der 30er-Jahre errichtete Filialkirche "Maria von der immerwährenden Hilfe", die zur Pfarrei St. Theresia in Flöha gehört. Die Gemeinde gehört zum Bistum Dresden-Meißen.

Politik

Stadtrat

Mandatsverteilung im Stadtrat 2004

Wahlbeteiligung: 55,19 %

Bürgermeister

Bürgermeister ist Gernot Krasselt (CDU).

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das wichtigste ältere Bauwerk Oederans ist die gotische Hallenkirche, die stark historistisch überprägt wurde. In ihr befindet sich eine Silbermann-Orgel von 1727.

Überregional bedeutend ist außerdem das Renaissancerathaus mit einem verzierten Eckerker. Das Gebäude wurde im Barock stark überprägt. Markant ist der vom Freiberger Ratszimmermeister Johann Gottlieb Ohndorff errichtete Dachreiter. Im Rathaus ist ein Museum für Weberei, das so genannte „webMUSEUM“ eingerichtet. Hier kann man selbst das Weben an einem frühneuzeitlichen Webstuhl versuchen.

Eine der größten Sehenswürdigkeiten des Ortes ist das „Klein-Erzgebirge“, der älteste Miniaturpark Deutschlands. In einer Parkanlage sind im Miniaturmaßstab 1:25 etwa 160 Sehenswürdigkeiten des Erzgebirges, sowie ganz Sachsens und auch Nordböhmens nachgebaut worden. Eine Gartenbahn, viele bewegliche Objekte und zahlreiche Gags runden die Nachbildung ab.

Im Jahr 2006 wurden die „Märchenhaften Wasserwelten“ als ein Erlebnispfad mit dem kühlen Nass in der Verbindung vom „Klein-Erzgebirge“ zur Oederaner Altstadt hin, als einmaliges Erlebnis in der Region, eingeweiht.

Eine weitere Einrichtung im Ort ist die Volkskunstschule. In einem sanierten ehemaligen Spital können Kinder kreativ basteln und spielen, oder sich künstlerisch beim Schnitzen und Malen betätigen. Aber auch für Erwachsene bieten sich einige Möglichkeiten, wie etwa das Töpfern an.


Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Oederan verläuft die Bundesstraße 173, über welche man in westlicher Richtung Chemnitz (22 km), sowie in östlicher Richtung Freiberg (15 km) und Dresden (50 km) erreicht. Über die Autobahn A 4, Abfahrten Hainichen oder Frankenberg, erreicht man die Stadt innerhalb einer halben Stunde.

Außerdem besitzt Oederan einen Bahnhof an der Sachsen-Franken-Magistrale. Dieser wird im 2-Stunden-Takt von der IRE-Linie 3 DresdenZwickauHof, sowie im Stunden-Takt von der RE-Linie 30 DresdenZwickau bedient. Chemnitz Hbf erreicht man in 20 min, Dresden Hbf in 48 min und Zwickau Hbf in 61 min.

Bildung


Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben