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Jean-Jacques Garnier

Jean-Jacques Garnier (* 18. März 1729 in Gorron; † 21. Februar 1805 Bougival) war ein französischer Historiker.

Leben

Jean Jacques Garnier erhielt nach beendeten Studien eine Anstellung am Collège d'Harcourt und später als Professor der hebräischen Sprache am Collège de France, dessen Inspektor er 1768 wurde.

Seit 1762 Mitglied der Akademie der Inschriften, veröffentlichte er in deren Abhandlungen eine Menge von Aufsätzen. Nach Villarets Tod beauftragt, die von Velly begonnene und von jenem fortgeführte Histoire de France weiter fortzusetzen, lieferte er die Geschichte der Regierungen von Ludwig XI. bis auf Karl IX., vernichtete aber beim Ausbruch der Revolution den letzten, Karl IX. betreffenden Teil seiner Arbeit, um die gereizte Stimmung des Volkes nicht noch mehr aufzuregen.

Als man 1790 den Eid auf die Konstitution von ihm verlangte, legte er seine Stelle nieder. Später erhielt er einen Posten im Nationalinstitut und starb am 21. Februar 1805 im Alter von 75 Jahren.

Weitere Veröffentlichungen

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
Personendaten
Garnier, Jean-Jacques
französischer Historiker und Dichter
18. März 1729
Gorron
21. Februar 1805
Bougival