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Elevation (Liturgie)

Elevation bezeichnet das Zeigen der konsekrierten Elemente durch Hochheben (lat. elevare).

Der Priester hebt nach dem Brotwort Christi Leib hoch und nach dem Kelchwort Christi Blut. Ebenfalls erfolgen Kniebeugen des Liturgen.

Inhaltsverzeichnis

Römisch-Katholische Kirche

In der römisch-katholischen Eucharistiefeier ist es Brauch, während des römisch-katholischen Hochgebetes dem Volk Hostie und Kelch zu zeigen. Erstmals bezeugt ist die Erhebung der Hostie in einer Verfügung des Bischofs Odo von Sully (1196-1208 Bischof von Paris). Aus zahlreichen historischen Berichten des späten Mittelalters ist überliefert, dass Teile des Kirchenvolkes, das nach den damaligen Bräuchen nur selten kommunizierte, oft nur zur Elevation die Kirche betrat. Die Elevation wird meist durch das Läuten der Wandlungsglocken bzw. Altarschellen begleitet.

Zusätzlich zum Hochheben nach den Einsetzungsworten hebt der Priester Brot und Wein (Leib und Blut) bei der Doxologie am Ende des Hochgebets und zwischen Agnus Dei und Kommunionfeier zu den Worten "Seht das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt".

Lutherische Kirchen

Auch Luther hat bei der Sakramentsfeier die Elevation als sichtbare Hindeutung auf die Realpräsenz beibehalten (siehe seine Deutsche Messe. Die Elevation ist in zahlreichen lutherischen Kirchen erhalten geblieben. Anders als in der römischen Tradition erfolgt die Elevation bei den Einsetzungsworten (Konsekration) und nicht beim Hochgebet. In der lutherischen Abendmahlsliturgie hebt der Pfarrer nach dem Brotwort Christi Leib und nach dem Kelchwort Christi Blut hoch. Ebenfalls erfolgen Kniebeugen des Liturgen. Zwischen Agnus Dei und Austeilung erheht der Pfarrer den Kelch und die konsekrierte und während des Agnus Dei gebrochene Schauhostie. Zur Gemeinde gewandt heißt es während der Elevation: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt.

Literatur