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Biltong

Biltong ist eine Spezialität der südafrikanischen Küche, in Süd-Afrika bestehend aus luftgetrocknetem Rindfleisch oder Wildfleisch.

Für die Herstellung von Biltong wird meistens Rindfleisch verwendet - jedoch ist auch Fleisch vom Strauß, Kudu, Springbock, Eland, Gemsbock nicht ungewöhnlich - ungewöhnlicher ist Biltong aus Fleisch vom Elefanten.

Das Fleisch wird in Faserrichtung ca. 2 cm dick geschnitten, gewürzt (zumeist mit Essig, Salz, Koriander und Pfeffer) und mehrere Tage bei guter Belüftung hängend getrocknet. Dann wird es zerschnitten und verzehrt.

Biltong ist sehr beliebt bei allen Bevölkerungsschichten. Seit kurzem darf Biltong auch in die EU importiert werden.

Allerdings kann man in einigen ausgewählten Märkten ein prinzipiell ähnliches Produkt, Beef Jerky, kaufen, welches die US-amerikanische Variante von Biltong ist und aus Rindfleisch besteht. Geschmacklich lässt sich Biltong nur bedingt mit Beef Jerky vergleichen.

Die Herstellung von Biltong in Regionen ohne trockene Luft ist mit Hilfe einer "Biltong Box" möglich, einer beheizten und belüfteten Kiste, in der das Fleisch zum Trocknen aufgehängt wird.

Das Fleisch wird in Scheiben geschnitten, mit einer Würzmischung aus braunem Zucker, Salpeter, Koriander und Pfeffer eingerieben, mit Essig beträufelt und zugedeckt 6-8 Stunden kalt gestellt. Hängend wird das Fleisch dann ein bis zwei Wochen luftgetrocknet, bis es halb getrocknet ist und 40-50 % seines Gewichts verloren hat. Danach wird es in Wachspapier eingewickelt und kühl aufbewahrt.

Eine einfachere Methode der Biltong-Herstellung wurde traditionell für Wild angewandt, vor allem bei Zebrafleisch. Das in Streifen geschnittene Fleisch wurde mit Salz eingerieben und dann an der Sonne getrocknet, bis es steinhart war. Dieses Fleisch musste dann vor dem Verzehr in kleine Stücke geschnitten und weich geklopft werden.[1]

Halb getrocknet ist Biltong drei Wochen haltbar, voll getrocknet etwa zwei Jahre.

Einzelnachweise

  1. Alan Davidson, The Oxford Companion to Food, 2nd ed. Oxford 2006, Artikel Biltong, S. 76