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Josef Suk (Geiger)

Josef Suk (* 8. August 1929 in Prag) ist ein tschechischer Geiger und gelegentlicher Bratscher. Er ist der Enkel des Komponisten Josef Suk.

Josef Suk, der als Wunderkind bereits 1940 auftrat, studierte am Prager Konservatorium und beim Geigenpädagogen Jaroslav Kocian. 1954 debütierte er offiziell als Solist, hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits in Paris und Brüssel konzertiert, als Primarius des „Prager Streichquartetts“ fungiert sowie sein eigenes Trio gegründet. Seitdem hat er sich auch gelegentlich als Dirigent betätigt.

Josef Suk gilt zu Recht als einer der vielseitigsten Violinisten des 20. Jahrhunderts. Musikalisch ist er Weltbürger und Zeitreisender (von Johann Sebastian Bach bis Alban Berg) und hat sowohl konzertant als auch kammermusikalisch in allen nur denkbaren Aufstellungen gespielt. Er gilt als der bedeutendste lebende Solist seines Landes, als Botschafter für dessen Musik - und jener seines Großvaters - er international anerkannt ist. Josef Suk spielt auf der Stradivari „Camposelice“ die zuvor das Eigentum von Váša Příhoda war und ihm vom Staat als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wird.

In Suks Arbeit steht die Kammermusik gleichrangig neben seiner solistischen Tätigkeit. Sein tschechisches Trio mit Jan Panenka, Klavier, und Joseph Chuchro, Cello, hat mit Aufnahmen von Schubert (0p.99), Beethoven und Dvořák Maßstäbe gesetzt, sein »amerikanisches« Trio mit Julius Katchen, Klavier, und János Starker, Cello, ist v.a. mit Aufnahmen der Brahms-Trios hervorgetreten. Referenzcharakter hat auch seine Darstellung des Bratschensolopartes in Berlioz’ "Harold in Italien" unter dem Dirigat von Dietrich Fischer-Dieskau sowie die Aufnahme des Brahms’schen Doppelkonzertes (mit André Navarra) unter Karel Ancerl.

Bibliografie

Personendaten
Suk, Josef
Tschechischer Violinist und Bratschist
8. August 1929
Prag