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Mohammad Hatta

Mohammed Hatta (* 12. August 1902 in Bukittinggi auf Sumatra; † 14. März 1980 in Jakarta) war Vizepräsident und Ministerpräsident von Indonesien.

Nach dem Besuch der Schule reiste Hatta zur Weiterbildung in die Niederlande, wo er in Rotterdam die Handels-Hochschule der Erasmus-Universität Rotterdam besuchte. In den Niederlanden wurde er auch eine führende Kraft der indonesischen Studenten dort. Hatta schloss sich dem Unabhängigkeitskampf gegen die niederländische Kolonialherrschaft an und wurde Mitglied der 1927 gegründeten Partai Nasional Indonesia, die von Achmed Sukarno geführt wurde. Die Unabhängigkeitsbewegung vertrat er auch 1926 und 1927 auf den Kongressen der Internationalen Anti-Imperialistischen Liga in Paris, Berlin und Brüssel. Wegen seines Engagements wurde Hatta 1927 in den Niederlanden inhaftiert; im Jahr darauf wurde er zwar von einem Gericht in Den Haag freigesprochen, wurde aber 1935 erneut festgenommen und in ein Internierungslager verbracht. Von dort verbrachte man ihn in ein Gefängnis auf Indonesien, wo er 1942 von den japanischen Eroberern befreit wird.

Nach der japanischen Kapitulation und vor dem Eintreffen alliierter Truppen erklärten Hatta und Sukarno gemeinsam am 17. August 1945 einseitig die Unabhängigkeit vom niederländischen Mutterland. Die Niederlande behaupteten ihre Ansprüche mit zwei "Polizeiaktionen", doch Druck der Weltöffentlichtkeit und der USA führte 1949 zur niederländischen Anerkennung der Unabhängigkeit. Hatta hatte ab 1945 zunächst an der Seite des Präsidenten Sukarno das Amt des Vizepräsidenten inne, wurde dann 1948 zum Ministerpräsidenten des Landes bestimmt, als der er zwei Jahre lang regierte. Nach dem Sturz Sukarnos 1966 wurde Hatta Berater von dessen Nachfolger Suharto.

Personendaten
Hatta, Mohammed
Vizepräsident und Ministerpräsident von Indonesien
12. August 1902
Bukittinggi auf Sumatra
14. März 1980
Jakarta