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Carlos Gomes

Antônio Carlos Gomes (* 11. Juli 1836 in Campinas, † 16. September 1896 in Belém) gilt als bedeutendster romantischer Komponist Brasiliens.

Nachdem er bereits früh als Komponist hervorgetreten war, studierte Gomes seit 1860 am Konservatorium von Rio de Janeiro. 1864 ging er auf Veranlassung des Kaisers Pedro II. nach Mailand, wo er Schüler von Lauro Rossi wurde. 1866 bestand er das Kompositionsexamen des Konservatoriums von Mailand. In den folgenden Jahren lebte er als Komponist in Italien, wo zahlreiche seiner Opern an den großen Opernhäusern aufgeführt wurden. 1895 wurde er Leiter des Konservatoriums von Belém de Pará.

Zum Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika komponierte er die Hymne Saudação do Brasil. Das Oratorium Colombo für Chor und Orchester zur Vierjahrhundertfeier der Entdeckung Amerikas durch Columbus gilt als ein Schlüsselwerk der brasilianischen Musikgeschichte. Außerdem komponierte Gomes eine Messe, Canzonetten, Männerchöre, Lieder und Klavierstücke.

Die in den Jahren 1868 bis 1870 entstandene Oper „O Guarani“ von Antônio Carlos Gomes gilt als Meilenstein der brasilianischen Musikgeschichte. Sie feierte ihre Uraufführung an der Mailänder Scala und wurde anschließend in ganz Europa gespielt. Giuseppe Verdi sagte nach der Uraufführung, Gomes beginne da, wo er selbst augehört habe („Questo giovane comincia dove finisco io!“).

Werke


Personendaten
Gomes, Antônio Carlos
brasilianischer Komponist
11. Juli 1836
Campinas
16. September 1896
Belém