Heim

Bastnäsit

Bastnäsit ist der Name für eine Serie von Mineralen aus der Gruppe der Carbonate, genauer der Lanthanoid-Fluorcarbonate. Benannt wurde es nach dem Fundort Bastnäs in der Nähe von Skinnskatteberg in Schweden[1]. Aus ihnen wird seit den 60er Jahren ein großer Teil der Weltproduktion an Lanthanoiden gewonnen[2]. Die Einzelminerale die zur Bastnäsit-Gruppe gehören und anerkannt sind, lauten Bastnäsit-(Ce) ((Ce,La)(CO3)F), Bastnäsit-(La) ((La,Ce)(CO3)F), Bastnäsit-(Y) ((Y,Ce)(CO3)F) und Hydroxylbastnäsit-(Ce) ((Ce,La)(CO3)(OH,F)), wobei das Element in Klammern den jeweiligen Hauptbestandteil des Minerals angibt, jedoch auch andere Lanthanoide in mehr oder minder großer Konzentration vorkommen. Die Mohs-Härte der Bastnäsite liegt bei 4 bis 4,5 und das spezifische Gewicht liegt im Bereich von 4,7 bis 5,0 g/cm3. Die Strichfarbe ist bei allen Weiß.

Eine typische Verteilung der Seltenerdmetalle am Beispiel von Bastnäsit-(Ce) zeigt folgende Tabelle[3], wobei die genaue Zusammensetzung je nach Fundstätte schwanken kann.

Element
typischer Anteil
Lanthan
33,2 %
Cer
49,1 %
Praseodym
4,3 %
Neodym
12 %
Samarium
0,8 %
Europium
0,12 %
Gadolinium
0,17 %
Terbium
160 ppm
Dysprosium
310 ppm
Holmium
50 ppm
Erbium
35 ppm
Thulium
8 ppm
Ytterbium
6 ppm
Lutetium
1 ppm

Bildung und Fundorte

Hauptfundorte von Bastnäsit sind China, die USA und Madagaskar[3][4]. Die größte bekannte Anreicherung von Seltene-Erden-Mineralen der Welt, die Sulphide-Queen-Lagerstätte im Mountain-Pass-Distrikt in Kalifornien, enthält unter anderem Bastnäsit, welcher an Karbonatit-Gänge und kalireiche Intrusionen gebunden ist.

Einzelnachweise

  1. Besucherinformation zum Fundort
  2. Information aus dem Mineralienatlas
  3. a b Bericht Vorkommen von Lanthanoiden an der Uni Bielefeld
  4. Informationen zu Bastnäsit bei Mindat (englisch)
 Commons: Bastnäsit – Bilder, Videos und Audiodateien