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Gnitz

Gnitz ist der Name einer zur Insel Usedom gehörenden Halbinsel zwischen dem Meeresarm Peenestrom und der Bucht Achterwasser, südlich der Gemeinde Zinnowitz. Sie liegt auf dem Gemeindegebiet von Lütow.

Zu Zeiten der DDR wurde hier 1966 Erdöl gefunden. Zu Spitzenzeiten produzierte man 220.000 Tonnen pro Jahr, doch heute werden nur noch rund 7.000 Tonnen pro Jahr gefördert.

Heute gehört die Halbinsel zu den touristisch noch weniger erschlossenen Teilen Usedoms, die jedoch zunehmend interessant für den Fremdenverkehr werden. Speziell das etwa 61,3 Hektar große Naturschutzgebiet Südspitze Gnitz, in dem viele Arten Vögel ihre Brutplätze haben, ist touristisch bedeutend.

Geschichte

Die erste nachgewiesene Besiedlung erfolgte um ca. 3.000 v. Chr.. Der Gnitz, der damals noch Inselcharakter hatte, galt bis zum Mittelalter als eine der wenigen besiedelten Stellen im nördlichen Teil Usedoms. Die übrigen Flächen waren sumpfig und von Seen durchsetzt. Slawen gaben vermutlich der Halbinsel ihren Namen. Der Weiße Berg war gegen Ende des 20. Jahrhunderts durch Heidevegetation geprägt, was wahrscheinlich auf die Beweidung durch Schafe zurückzuführen ist.

Naturschutz

Die Halbinsel Gnitz im nördlichen Achterwasser ist ein typisches Höftland. Kennzeichnend sind die Höhenzüge und Magerrasenflächen, die offenen Dünen und Strandflächen, das Steilufer mit wertvollem Gehölzbestand, die Salzwiese am Möwenort, die Feuchtbiotope am Rintnitz und am Geisesee und der Wacholder-Kiefernwald auf dem Weißen Berg wertvolle Lebensräume, die gleichzeitig als Rückzugsgebiete für verschiedene gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten Bedeutung haben.

Koordinaten: 54° 1′ 49" N, 13° 53′ 29" O