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KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung e.V.

KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Standort der Einrichtung: Köln
Außenstellen: Düsseldorf
Art der Forschung: Sozial-ökologische Forschung

Angewandte Umweltforschung

Fachgebiete: Arbeitsbereiche:
Homepage: www.katalyse.de

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Kölner KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung, ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.

Der Name KATALYSE versinnbildlicht den Anspruch, Prozesse zu beschleunigen oder in eine andere Richtung zu lenken. Das KATALYSE Institut versteht sich als Denkfabrik, die zukunftsfähige Konzepte entwickelt und verbreitet. Die Arbeit des Instituts ist dem Ansatz der sozial-ökologischen Forschung verpflichtet. Hinzugezogen werden Methoden und Instrumente aus der klassischen Umweltforschung. Diese Werkzeuge bilden das Rüstzeug, um komplexe Umwelt- und Entwicklungsfragen zu bearbeiten. Als gemeinnützige Organisation finanziert sich das KATALYSE Institut über Forschungsprojekte, Spenden, Fördermitgliedschaften und Auftragsarbeiten. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage, zu Umwelt- und Verbraucherschutz unabhängig zu arbeiten.

Arbeitsbereiche und Aktivitäten

Sozial-ökologische Forschung

Die sozial-ökologische Forschung wurde zur Stärkung einer transdisziplinär orientierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Programms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) "Forschung für die Umwelt" eingerichtet. Der neue Förderschwerpunkt “sozial-ökologische Forschung” trägt der Erkenntnis Rechnung, dass ökologische, ökonomische, soziale und technische Problemlagen miteinander verschränkt sind und zu ihrer Lösung transdisziplinäre, problemorientierte Forschungsansätze gefragt sind. Solche Ansätze, die natur- und sozialwissenschaftliche, universitäre und außeruniversitäre Forschung miteinander verzahnen, werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunktes gezielt gefördert.

Das KATALYSE Institut stellte bereits 1994 erste Impulse für eine sozial-ökologische Forschung vor. Im Jahre 1999 hat das Institut für sozial-ökologische Forschung im Auftrag des BMBF mit Unterstützung von KATALYSE und anderen deutschen Ökoforums-Instituten (Öko-Institut, IÖW) den neuen Forschungsschwerpunkt erarbeitet. Im Jahr 2001 hat das KATALYSE Institut eine der Sondierungsstudien (Biodiversitätsmanagement) zur Vorbereitung des neuen Forschungsschwerpunktes erstellt und war von 2001 bis 2005 am Projekt EVALUNET – Evaluationsnetzwerk für transdisziplinäre Forschung beteiligt, an dem unter Führung von ISOE weiterhin IÖW, Öko-Institut und das Österreichische Ökologie-Institut für angewandte Umweltforschung mitwirkten.

Landwirtschaft und Ernährung

Im Zentrum des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung von Maßnahmen der Ernährungskommunikation und Strategien für eine gesunde Ernährung. Die Experten des Instituts beraten Politik und Wirtschaft bei der Umsetzung nachhaltiger Ernährungskonzepte. Als Beratungsinstitution steht KATALYSE zivilgesellschaftlichen Organisationen, staatlichen Institutionen und Unternehmen bei Entscheidungsfindung und Positionierung zur Seite. Darunter fallen:

Von 2002 bis Ende 2005 führte der Arbeitsbereich Landwirtschaft und Ernährung mit vier anderen Instituten das BMBF-Verbundvorhaben "Ernährungswende - Strategien für sozial-ökologische Transformationen im gesellschaftlichen Handlungsfeld Umwelt-Ernährung-Gesundheit" durch. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens wurden u.a. in den Büchern "Ernährungswende - eine Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft" (2006) [1] und "Vom Acker auf den Teller - Impulse der Agrar- und Ernährungsforschung für eine nachhaltige Entwicklung" (2007) [2] veröffentlicht.

Nachhaltiger Konsum und Umweltbildung

Nachhaltiger Konsum setzt auf umwelt- und sozialverträglich hergestellte Produkte. Er zielt darauf die ökonomischen, ökologischen und sozialen Kosten zu minimieren und damit auch das geschlechtsspezifische Ungleichgewicht in der Erwerbs- und Versorgungsarbeit zu überwinden. Für KonsumentInnen und Unternehmen stellt nachhaltige Produktion und nachhaltiger Konsum nicht nur ethisch sondern auch wirtschaftlich die langfristig bessere Entscheidung dar.

Nachhaltiger Konsum ist ein wichtiges Element einer Nachhaltigen Entwicklung. Er sichert u.a. durch die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs auch langfristig die Lebensqualität. Die Verbraucher- und Umweltbildungsportale des KATALYSE Instituts fördern durch ein umfassendes Informationsangebot das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein und helfen bei der praktischen Umsetzung eines nachhaltigen Konsums. Sie bieten KonsumentInnen einen schnellen und einfachen Zugang zu fairen und ökologischen Sortimenten und Dienstleistungen.

Raumluftqualität und Elektrosmog

Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schadstoffe und elektromagnetische Felder im Wohn- und Arbeitsumfeld gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ermittlung, Bewertung und Entwicklung von Maßnahmen zur Verringerung von Belastungen in Innenräumen als auch Empfehlungen für die Kommunikation von Betroffenen und Experten sind Kernarbeitsfelder des Instituts. Öffentliche Träger, gewerbliche Nutzer und private Bewohner von Gebäuden profitieren von der langjährigen Erfahrung unserer Teams. Die Experten des KATALYSE Instituts

Bauen und Wohnen

Im Mittelpunkt des Arbeitsfeldes stehen die Entwicklung und der Einsatz energie- und ressourcenschonender, umwelt- und gesundheitsverträglicher Baumaterialien und Bauweisen. Unsere Experten beraten Institutionen, Unternehmen und private Kunden in allen Fragen nachhaltigen Bauens und Wohnens. Unsere Leistungen umfassen:

Das KATALYSE Institut berät und begleitet fachlich bei der Auswahl geeigneter Baustoffe für Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, der Planung und Durchführung ökologisch orientierter Bauvorhaben und unterstützt bei der Auswahl von Einrichtungsgegenständen durch Material-, Qualitäts- und Schadstoffprüfungen.

Entwicklungszusammenarbeit

Im Jahr 1997 hat das KATALYSE Institut seinen Vereinszweck erweitert und die „Förderung der nachhaltigen Entwicklung im Süden und im Norden“ in seine Satzung aufgenommen. In der Folge hat das KATALYSE Institut den Fokus seiner Entwicklungszusammenarbeit auf die beiden Länder Kuba und Brasilien konzentriert. Die Projekte in diesem Arbeitsfeld befassen sich beispielsweise mit Kleingoldbergbau im Amazonas, der Entwicklung von Produkten aus dem Niembaum oder der Umorientierung zu einer nachhaltigen Schweinezucht. In allen Projekten stehen Umwelt- und Gesundheitsprobleme im Vordergrund, für die Lösungsansätze unter Einbeziehung des kulturellen und sozialen Kontextes, seiner staatlichen Rahmenbedingungen und einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus Forschung und Zivilgesellschaft entwickelt werden.

Managementsysteme

Der Arbeitsbereich Managementsysteme untergliedert sich in folgende Bereiche

Das KATALYSE Institut unterstützt Unternehmen und Institutionen bei Schwachstellenanalyse, Entwicklung von Qualitäts- und Umwelt-Managementsystemen und allen Fragen der betrieblichen Qualitätssicherung, der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes. Das integrierte EcoStep-Managementsystem ist dafür die bevorzugte Methode.

Verbraucherberatung

Das KATALYSE Institut nimmt sich der Fragen, Ängste und Sorgen umweltbewusster, verunsicherter oder betroffener Verbrauchen an. Deshalb bietet das KATALYSE Institut seit seiner Gründung eine kostenlose Verbraucherberatung für seine Mitglieder an. Im Vordergrund stehen die allgemeinverständliche und bürgernahe Beantwortung von individuellen Fragestellungen sowie die Vermittlung von Handlungsempfehlungen und Hilfestellungen zu umweltrelevanten Themen. Neben Privatpersonen werden öffentliche Institutionen und Medienvertreter aus Presse, Funk und Fernsehen mit Informationen zu aktuellen Umweltthemen versorgt. Hierdurch leistet das Institut einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Wissens über Umweltwirkungen und ökologische Handlungsweisen.

Ausgewählte Aktivitäten und Projekte

Auftritte im Netz

Das Online-Dienstleistungsangebot des KATALYSE Instituts umfasst inzwischen über 4.000 Seiten, die über alle Suchmaschinen gut erreichbar sind. Mit jährlich über 2 Mio. Besuchern und 6 Mio. Seitenaufrufen (Referenzjahr 2006) gehört das KATALYSE Institut zu den führenden Informationsanbietern in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Quellen

  1. Ernährungswende
  2. Vom Acker auf den Teller
  3. Förderpreis Ökologischer Landbau