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Romanos I.

Romanos I. Lakapenos (auch Lekapenos, Ρωμανός A' Λεκαπηνός; * um 870 in Lekapa in Kappadokien; † 15. Juni 948 auf Proti (heute Kinali Ada, Prinzeninseln)) teilte sich den Thron des byzantinischen Reichs mit Konstantin VII., übte aber tatsächlich von 920 bis 944 die gesamte Macht aus. Er war Admiral der byzantinischen Flotte auf der Donau. Als er von der Niederlage der byzantinische Armee bei Achelous (917) von den bulgarischen Zaren Simeon I. hörte, segelte er daraufhin nach Konstantinopel.

Er war ein Bauernsohn, und wurde nach der Verheiratung seiner Tochter Helena mit Konstantin 919 erst zum Basilopator (Vater des Kaisers, siehe Ämter und Titel im byzantinischen Reich) ernannt und kurze Zeit später zum Mitregenten seines Schwiegersohnes gekrönt.

Romanos versuchte innenpolitisch, die Anhäufung von Grundbesitz zu kontrollieren. Außenpolitisch schloss er 927 Frieden mit den Bulgaren und schlug 941 die Waräger.

Seine Regierung wurde von seinen Söhnen Stephan und Konstantin im Jahr 944 beendet, als diese ihn auf die Insel Proti brachten, wo sie ihn zwangen, Mönch zu werden. Anstatt aber selbst die Macht zu übernehmen, mussten seine Söhne aufgrund des öffentlichen Druckes Konstantin VII. zum alleinigen Kaiser machen.

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Personendaten
Romanos I.
Romanos I. Lakapenos; Lekapenos
Admiral der byzantinischen Flotte, teilte sich den Thron des byzantinischen Reichs mit Konstantin VII.
um 870
Lekapa in Kappadokien
15. Juni 948
auf Proti (heute Kinali Ada, Prinzeninseln)