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Tannenzapfenechse

Tannenzapfenechse

Tiliqua rugosa

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Skinke (Scincidae)
Gattung: Blauzungenskinke (Tiliqua)
Art: Tannenzapfenechse
Wissenschaftlicher Name
Tiliqua rugosa
(auch: Trachydosaurus rugosus)
Gray, 1825

Die Tannenzapfenechse (Tiliqua rugosa, frühere Bez. Trachydosaurus rugosus) ist ein im Süden Australiens recht häufig vorkommendes Reptil aus der Familie der Skinke. Andere Namen sind Tannenzapfenskink, Stutzechse, shingle back, bobtail lizard oder auch sleepy lizard wegen ihrer geringen Fluchtneigung.

Aussehen

Das Schuppenkleid ist braun bis schwarz oder rötlich, bei manchen Unterarten mit hellen Querbändern. Die Echsen werden bis 30 cm lang, die Unterart T. r. asper auch über 40 cm. Durch seine gedrungene Gestalt mit kurzem Schwanz und kurzen Beinen, vor allem aber durch die rauen, schindelartigen Schuppen erinnert das Tier an einen Tannenzapfen. Der dicke Schwanz ähnelt mit seiner Keilform einem zweiten Kopf, was zur Täuschung von möglichen Angreifern dienen soll. Des Weiteren dient er als Fettspeicher.

Lebensweise

Tannenzapfenskinke ernähren sich von Schnecken, Insekten und Würmern – größtenteils jedoch von Pflanzen und Früchten. Im Winter und Frühjahr ist das Nahrungsangebot groß, im trockenen Sommer zehren die Tiere teilweise von ihren Fettreserven. Die Paarungszeit ist im Frühjahr. Weibchen und Männchen bleiben einander oft ein Leben lang treu, es gibt jedoch auch Männchen und/oder Weibchen, die sich mit anderen Partnern paaren. Gegen Ende des Sommers bringt das lebendgebärende Weibchen nur ein bis vier Junge zur Welt, die jedoch schon recht groß sind. Der Wurf kann bis zu 45 % des Gewichtes des Muttertieres ausmachen. Während der Schwangerschaft dehnt sich der Körper des Tiers kaum aus, so dass die wachsenden Föten so stark auf die Innereien der Echse drücken, dass ihre Beweglichkeit und Atmung stark behindert sind.

Tannenzapfenechse auf einer Outback-Piste

Die Skinke sind recht träge und flüchten zunächst meist nicht vor sich nähernden Menschen, stattdessen drohen sie mit aufgerissenem Maul und herausgestreckter Zunge. Diese ist breit und auffallend blau (woher die Gattung Tiliqua den Namen „Blauzungenskinke“ trägt). Die Echsen leben in trockenem Buschland und sonnen sich gerne auf Straßen, wo ihnen das träge Fluchtverhalten leicht zum Verhängnis wird.