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America (Yacht)

Die America war eine amerikanische Schoneryacht. Die Yacht America ist der Namensgeber des heute noch ausgetragenen America’s Cup. Sie gewann 1851 den erstmalig ausgetragen 100-Guinea-Cup.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Schiff wurde vom Gründer des New York Yacht Club (NYYC), John Stevens mit Hilfe eines Finanzkonsortiums in Auftrag gegeben. Der ausschließliche Zweck war die Teilnahme an der Regatta 100-Guinea-Cup rund um die Isle of Wight. Diesen gewann sie am 22. August 1851 nach 53 Seemeilen um 20:37 Uhr Ortszeit mit 20 Minuten Vorsprung vor den 14 britischen Teilnehmern (Aurora, Arrow, Alarm u.a.). Die America wurde bei ihrem Sieg geführt von Skipper und Steuermann Richard "Old Dick" Brown, dem Navigator und Taktiker (afterguard) Horatio Nelson "Nelse" Comstock und dem Wachführer Robert Underwood. Mit an Bord waren der englische Lotse und 14 Mann Besatzung.

Im Anschluss an den Sieg verkaufte John Stevens die Yacht an Lord John de Blaquière. Dieser ließ sie umbauen, um sie für Kreuzfahrten im Mittelmeer nutzen zu können. 1853 kaufte sie Lord Templeton, der sie in der Pitcher-Werft restaurieren und modernisieren ließ. Sie wurde in Camilla umgetauft. 1863 kam sie in ihre Heimat zurück. Sie diente als Schulschiff der Marineakademie der Vereinigten Staaten. Im amerikanischen Bürgerkrieg war sie auf Seiten der Nordstaaten im Dienst. Ab 1873 wurde sie wieder für den Rennsport verwendet und war hier bis 1901 im Einsatz. Nach mehrmaligem Wechsel des Besitzers kam sie 1921 wieder zur Marineakademie und wurde nach Annapolis gebracht. Dort überließ man sie jedoch dem Verfall. Sie wurde in einem Schuppen eingelagert. 1942 brach das Dach eben dieses Schuppens ein und begrub das Schiff unter sich.

Man stellte für fünf Millionen US-Dollar einen originalgetreuen Nachbau her, der in Savannah die Segelregatta der 26. Olympischen Spiele eröffnete. Der Nachbau der America wurde entworfen von Olin Stephens von Yacht-Konstruktionsbüro Sparkman & Stephens (New York). Der Stapellauf war am 03.Mai 1987 auf der Werft Goudy & Stevens, East Boothbay, Maine, USA.

Technische Beschreibung

Die America wurde vom nordamerikanischen Schiffbauer George Steers konstruiert und war als Schoner mit einigen neuen Konstruktionsmerkmalen konzipiert. Eine Neuerung waren die beiden leicht zum Deck geneigten Masten. Der Kiel wurde den Klippern entlehnt, was dem Schiff zu damals ungeahnter Geschwindigkeit verhalf. Das Deck war mit Eichenholz beplankt. Verzierungen aus Zedernholz waren angebracht worden. Unter Deck befanden sich vier Eignerkabinen, ein Salon mit sechs Kojen und die Mannschaftsunterkunft. Anders als die Briten verwendete man keine reinen Leinensegel mehr, sondern längs vernähte Baumwollsegel, die deutlich leichter zu reparieren waren. Wie bei allen Schonern waren die Segel trapezförmig. Insgesamt handelte es sich um einen zweimastigen Leichtschoner. Am vorderen Mast war das Schonersegel, am hinteren das Großsegel. Zum Bugspriet hin war Binnen- und Außenklüver getakelt. Besans waren nicht vorgesehen.

Abmessungen und technische Details

Erfolge

Literatur