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Rodeberg

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Koordinaten: 51° 13′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Hildebrandshausen/Lengenfeld unterm Stein (Zukünftig: Verwaltung in Mühlhausen /Thüringen)
Höhe: 479 m ü. NN
Fläche: 26,55 km²
Einwohner: 2217 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99976
Vorwahl: 036026
Kfz-Kennzeichen: UH
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 055
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Lange Str. 11
99976 Rodeberg
Webpräsenz:
www.rodeberg.de
Bürgermeister: Hartmut Fischer (CDU)
Lage der Gemeinde Rodeberg im Landkreis Unstrut-Hainich-Kreis

Rodeberg ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Hildebrandshausen/Lengenfeld unterm Stein mit Sitz in der Gemeinde Lengenfeld unterm Stein an.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt ca. 15 km südlich von Heiligenstadt auf ca. 480 m Höhe.

Gemeindegliederung

Zwei Ortsteile werden für die Gemeinde geführt:

Darüber hinaus gibt es die kleineren Orte Annaberg und Kloster Zella, die 1966 aus der Gemeinde Effelder ausgemeindet wurden.

Geschichte

Struth war ein fränkisches Königsgut. Im Jahr 1273 verkaufte es Heinrich von Treffurt für 24 Mark Silber an das heute auf Gemeindegebiet liegende Kloster Zella, das das Dorf bis 1772 auch pfarrlich betreute. Die Kirche in Struth wurde von 1793 bis 1800 erbaut. Auch Eigenrieden gehörte zum Besitz des Klosters Zella.

Struth und Eigenrieden waren seit Beginn des 19. Jahrhunderts eigenständige Gemeinden des Landkreises Mühlhausen und gehörten bis 1945 zur preußischen Provinz Sachsen. Anfang April 1945 erfolgte von Küllstedt aus die einzige Offensive der deutschen Reichswehr in Thüringen gegen Truppenteile der von Westen herandrängenden US-Army. Während dieser "Schlacht bei Struth" wurde ein Großteil des Ortes durch die Kampfhandlungen zerstört und zahlreiche Einwohner der Gemeinde getötet. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Gemeinde bis zur "Wende" am Rande des Grenzsperrgebiets der DDR und gehörten zum Bezirk Erfurt. 1966 wurden die aus der Gemeinde Effelder ausgemeindeten Orte Annaberg und Kloster Zella mit den Gemeinden Struth zusammengeschlossen. 1990 wurde dann mit Eigenrieden die Einheitsgemeinde Rodeberg gebildet. Seit 1990 gehört die Gemeinde zum neu gegründeten Bundesland Thüringen.

Religionen

Struth ist Sitz der römisch-katholischen Pfarrei St. Jakobus. In ihr richtete sich der Pfarrer Michael Lerch 1934 in der Kirche von Struth mit seiner Predigt gegen die Rasse- und Volkstumspolitik der Nationalsozialisten, woraufhin er denunziert und von der Gestapo mit Einweisung in ein KZ bedroht wurde[2]

Eigenrieden ist Sitz der evangelisch-lutheranischen Kirchengemeinde St.Ulrich.

Politik

Stadtrat

Der Rat der Gemeinde Rodeberg besteht aus 12 Ratsfrauen und Ratsherren, die alle der CDU angehören.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Hartmut Fischer wurde am 27. Juni 2004 gewählt.

Sehenswürdigkeiten


Persönlichkeiten

Quellen

  1. Einwohnerzahlen
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 313, ISBN 3-88864-343-0