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Meraner Höhenweg

Der Meraner Höhenweg (ital. Alta via Meranese) ist ein Bergwanderweg in Südtirol, gekennzeichnet mit der Nr. 24. Er umrundet das Bergmassiv der Texelgruppe an dessen Hängen und bietet dabei Ausblick auf das Passeiertal, den Talkessel von Meran am Übergang vom Vinschgau ins Etschtal, sowie das Schnalstal.

Der Weg verläuft abwechselnd durch Bergwälder und Almwiesen, sowie in den Höhenlagen durch die typische Vegetation mit Heidekraut. Es wird zwischen dem nördlichen und dem südlichen Meraner Höhenweg unterschieden. Der südliche Meraner Höhenweg verläuft in annähernd gleichbleibender Höhe stetig unterhalb oder entlang der Baumgrenze wobei immer wieder Höhenunterschiede von mehreren hundert Metern zu bewältigen sind. Der nördliche Meraner Höhenweg hingegen führt in hochalpines Gelände auf fast 3000 m. Beim Gang zum Eisjöchl (2.895 m s.l.m.) überwindet man von Ulfas (1.368 m s.l.m.) kommend ca. 1.500 Höhenmeter und von Katharinaberg (1.245 m s.l.m.) kommend ca. 1.600 Höhenmeter. Der tiefste Punkt des Weges liegt beim Gruberhof im Kalmtal (839 m s.l.m.), der höchste Punkt ist das Eisjöchl (2.895 m s.l.m.). Insgesamt hat der Weg eine Länge von ca. 80 km und kann von Wanderern in 4–6 Tagesetappen zu je 6–8 Stunden Gehzeit bewältigt werden.

Entlang des Meraner Höhenweges im Naturpark Texelgruppe gibt es zahlreiche Berggasthöfe oder bewirtschaftete Almhütten, viele mit Übernachtungsmöglichkeit, sowie eine Reihe von Auf- bzw. Abstiegsmöglichkeiten per Seilbahn, PKW, Bus oder zu Fuß. Dadurch ist es möglich, viele Teile des Weges als Ein- oder Mehrtageswanderungen zu begehen.

Die meisten Gasthöfe entlang des Meraner Höhenweges bestehen schon mindestens seit dem Mittelalter und finden sich im ältesten erhaltenen Urbar von Schloss Tirol um 1285 als Schwaighöfe, die dem Landesfürsten einen jährlichen Zins von 300 Käselaibern zu leisten hatte. Der Weg selbst wurde jedoch erst Anfang der 1990er Jahre als Touristenattraktion erbaut.

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