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Aristarchus (Mondkrater)


Aristarchus und Herodotus, aufgenommen von
Apollo 15.
Eigenschaften
Breitengrad 23,7° N
Längengrad 47,4° W
Durchmesser 40 km
Tiefe 3,7 km
Selenografische
Colongitude
Namensgeber Aristarchos von Samos

Der Aristarchus ist ein bekannter Mondkrater in der nordwestlichen Region der erdzugewandten Mondseite. Mit einem annähernd doppelt so hohen Albedo im Vergleich zur restlichen Mondoberfläche wird er als die hellste der großen Formationen angesehen. Die Struktur ist hell genug um mit bloßem Auge wahrgenommen zu werden und erscheint blendend in größeren Teleskopen. Sie kann auch dann noch leicht erkannt werden, wenn die Mondoberfläche größtenteils durch den Erdschein beleuchtet wird.

Der Krater befindet sich bei 23,7° N, 47,4° W und liegt damit am südöstlichen Rand der Aristarchus-Ebene, welche sich im nordwestlichen Teil der erdzugewandten Seite befindet. Die erhöhte Region ist bekannt für ihre vulkanischen Erscheinungen (wie Rillenstrukturen), zahlreiche Beobachtungen von Leuchterscheinungen (Lunar Transient Phenomena), sowie die kürzlich durch die Sonde Lunar Prospector gemessenen Radon-Emissionen.

Seinen Name erhielt Aristarchus vom italienischen Kartographen Giovanni Riccioli. In seinem 1651 veröffentlichte Werk Almagestum novum benannte er die punktförmigen Erscheinungen (später als Krater bezeichnet) nach bekannten Astronomen und Philosophen (Eponym). Obwohl bereits weitläufig gebräuchlich, wurde der Name erst 1935 bei einer Abstimmung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) als offizieller internationaler Standard eingetragen.[1]

Referenzen

  1. M. A. Blagg, K. Müller, W. H. Wesley, S. A. Saunder, J. H. G. Franz: Named Lunar Formations.. London: Percy Lund, Humphries & Co. Ltd. 1935