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Rote Presse Korrespondenz

Die Rote Presse Korrespondenz (RPK) war das wöchentlich erscheinende Parteiblatt der KPD-Aufbauorganisation. In der ersten Nummer (22. Februar 1969) gab die RPK eine Gründungserklärung ab: Warum eine neue Korrespondenz? Sie richtete sich gegen den angeblich SEW-nahen Berliner Extra-Dienst und den Führungsanspruch des ehemaligen Spiegel-Journalisten Karl-L. Guggomos. Die "883" ist die spätere Gegenzeitung der RPK der Studenten-, Schüler- und Arbeiterbewegung.

Die Rote Presse Korrespondenz entstand als freie und autonome Zeitung in der Zeit 1968/69, nachdem sich der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) formell auflöste und sich die übriggebliebenen Kader in diversen Gruppen sammelten wie "Rote März Fraktion" oder "Republikanische Hilfe". Sie war anfangs eine Protestzeitung der Außerparlamentarischen Opposition gegen autoritäre Herrschaft und neoimperialistische Politik in der Dritten Welt. Mit Nr. 118 (4. Juni 1971) wurde sie das Zentralorgan des Kommunistischen Studentenverbandes, ab Nr. 190/191 (1. Dezember 1972) Pressekorrespondenz der maoistischen "KPD", ab Nr. 1-2/1974 Organ und ab 11. November 1974 Pressedienst der "KPD". Die Zeitschrift wurde mit Nr. 50 (November) 1975 eingestellt. Als Fortsetzung erschien von Ende 1975 bis Anfang 1977 der "Rote Fahne-Pressedienst".

Quellen