Heim

Holzmaden

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 48° 38′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 356 m ü. NN
Fläche: 3,09 km²
Einwohner: 2136 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 691 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73271
Vorwahl: 07023
Kfz-Kennzeichen: ES
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 029
Adresse der Gemeindeverwaltung: Bahnhofstraße 2
73271 Holzmaden
Webpräsenz:
www.holzmaden.de
Bürgermeister: Jürgen Riehle

Holzmaden ist eine kleine Gemeinde im Vorland der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Zur Gemeinde Holzmaden gehören außer dem Dorf Holzmaden keine weiteren Orte.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Holzmaden liegt zwischen Stuttgart und Ulm im Vorland der Schwäbischen Alb in 337 bis 388 Meter Höhe, direkt an der Autobahn A 8.

Geologie

Die Gemeinde liegt auf dem Schwarzjura einer fossilreichen Sedimentschicht, auch Posidonienschiefer genannt. Der Ort ist durch Funde von Urweltfossilien aus Holzmaden und Umgebung bekannt geworden. Zu den spektakulären Fossilfunden gehören Muscheln, Ammoniten, Seelilien, Fische, Fischsaurier, Meereskrokodile und Plesiosaurier. Die Gemeinde ist Teil des 1979 gebildeten Grabungsschutzgebiets Holzmaden.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind: Ohmden, Zell unter Aichelberg, Aichelberg, Weilheim an der Teck und Kirchheim unter Teck.

Historische Geografie

Im Gemeindegebiet liegt die abgegangene Ortschaft Zipfelhusen (auch Hüpfelhusen).


Geschichte

Die Einwohnerentwicklung zwischen 1671 und 2005.

Datum Einwohner
1671 43
1750 219
1842 591
1851 665
1882 532
1925 664
1. Januar 1978 1607
30. Juni 1987 1723
31. Dezember 2000 2068
31. Dezember 2005 2145

Politik

Bürgermeister

Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich neben dem Bürgermeister aus 10 weiteren Mitgliedern zusammen:

Wappen

Das heutige Wappen der Gemeinde wurde am 28. Juni 1957 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen. Die Blasonierung lautet: „In Silber (Weiß) unter einer vierendigen Hirschstange eine gestürzte schwarze Pflugschar.“ In vielen modernen Darstellungen ist die Pflugschar nicht schwarz ausgefüllt. Die Pflugschar basiert auf einem Fleckenzeichen und ist seit 1773 nachweisbar.

Gemeindepartnerschaften

Seit 1972 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit Connantre in Frankreich, einem Ort in der Champagne.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Weltberühmt sind die 180 Millionen Jahre alten Fossilfunde im Urweltmuseum Hauff. Am Ort gibt es außerdem zwei Steinbrüche, in denen Besucher selbst nach Fossilien suchen können.

Kulinarische Spezialitäten

Als Spezialität gilt der „Bätscher“, der in Holzmaden und anderen Orten in der Umgebung, wie zum Beispiel Weilheim oder Notzingen zu finden ist. Der Bätscher ist pizzaartiges Brotteiggebäck, bestrichen mit Sauerrahm, Kümmel und diversen Gewürzen. Früher wurde der Bätscher meist aus schwarzem Brotteig gemacht und hatte eine ovale, dem Fladenbrot ähnliche Form. Der Ortskern mit Kirche, Pfarrhaus und einigen Häusern hat eine solche Form und trägt daher auch den Namen „Bätscher“.

Infrastruktur und Einrichtungen

Die Gemeinde liegt nördlich der Bundesautobahn 8, ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Ulm und Stuttgart und ist 5 min. von der Anschlussstelle Aichelberg entfernt.

Der Ort war über den Zweig Kirchheim–Weilheim der Teckbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Personenverkehr wurde 1982 eingestellt, der Güterverkehr 1995. Der denkmalgeschützte Bahnhof dient nun als Restaurant.

Holzmaden verfügt weiterhin über eine Grundschule, zwei Kindergärten, einer Gemeindehalle mit angeschlossender Turnhalle und einer Sport- und Freizeitanlage.

Vereine und Organisationen

Die Vereinsarbeit ist ein wesentlicher Faktor im gesellschaftlichen Leben in Holzmaden. So wird alle drei Jahre ein gemeinsames Dorffest organisiert (Bätscherfest). Die AntiDrogen-Tage 2005 sind ein Beispiel für das gemeinsame Engagement der örtlichen Vereine.

Bildung

Die erste Schule wurde in Holzmaden im Jahr 1600 registriert. 1843 wurde ein für damalige Verhältnisse großes Schulgebäude erstellt und das alte Schulhaus zum Rathaus umgebaut. Und das ist es bis heute geblieben. Das Schulgebäude stand da, wo jetzt die Kirche steht.

Die heutige Schule wurde am 23. Juli 1966 eingeweiht. Sie wurde extra groß gebaut, weil sie ursprünglich auch als Hauptschule für Jesingen und Ohmden geplant war.

Die Schule besteht aus zwei Gebäudeteilen. Im Hauptgebäude ist durch einen Anbau auch der Kindergarten angeschlossen. Im Hauptgebäude gibt es sechs Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer, einen Kopierraum, ein Musikzimmer und die BKTW-Räume. Im Nebengebäude befindet sich ein Klassenzimmer und ein zusätzlicher Raum.

An der Schule wurden in den letzten Jahren zahlreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt. Sie wurde innen neu gestrichen und von dem Künstler Sergio Vesely gestaltet.

Als nächstes war dann der Schulhof dran, der mit vielen Geräten ausgestattet wurde. Es wurde ein Tipi aufgebaut, eine Kletterwand angebracht, ein Brunnen und eine Bühne aufgestellt. Ein Gerätehaus wurde von den Schülern selbst gebaut. Auch das Dach zwischen den Gebäuden wurde neu gemacht. Die Außenwand der Schule wurde neu gestrichen und von Herrn Vesely mit Hilfe von Kindern bemalt.

Persönlichkeiten

Literatur

 Commons: Holzmaden – Bilder, Videos und Audiodateien