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Prozedurale Programmierung

Prozedurale Programmierung ist der Ansatz, Computerprogramme aus kleineren Teilproblemen (oder genauer: Aufgaben), die als Prozeduren bezeichnet werden, aufzubauen. Der kleinste und unteilbare Schritt bei diesem Verfahren ist die Anweisung. Ein Programm schreitet sozusagen von Anweisung zu Anweisung voran, was dem lateinischen Wort „procedere“ – voranschreiten – entspricht. Der Programmierer befiehlt dem Computer durch das Programm, was er in welcher Reihenfolge zu tun hat. Bei diesem Vorgang zielt man darauf ab, Quellcode wiederverwendbar und einfach zu gestalten, was jedoch nicht immer gelingt.

Typische prozedurale Programmiersprachen sind Fortran, COBOL, ALGOL, C und Pascal.

Geschichte

Die Entwicklung prozeduraler Programmiersprachen und -techniken basiert auf der von-Neumann-Architektur, die mit den Assemblersprachen begann und in den Hochsprachen ihre Weiterentwicklung fand. Inzwischen wurde der Ansatz erweitert: Prozeduren ermöglichen lediglich die Abstraktion und Zerlegung ausführbaren Codes, während der objektorientierte Ansatz Daten und Code in logischen Einheiten zusammenfasst.

Einordnung

Prozedurale Programmiersprachen bilden eine Untermenge der imperativen Programmiersprachen. Praktisch alle imperativen Programmiersprachen enthalten den prozeduralen Ansatz, erweitern ihn aber oft durch Merkmale wie objektorientierte Programmierung, modulare Programmierung und vieles mehr.

Siehe auch