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Annette Fugmann-Heesing

Annette Fugmann-Heesing (* 6. Januar 1955 in Petershagen) ist eine deutsche Politikerin der SPD.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Fugmann-Heesing studierte nach ihrem Abitur Rechtswissenschaften und schloss ihre Ausbildung 1980 mit dem zweiten Staatsexamen ab.

Im Jahr 1983 schloss sie in Bielefeld ihre Promotion und begann noch im gleichen Jahr ihre Arbeit beim Regierungspräsidenten in Detmold.

Politische Ämter

Nachdem sie 1985 zur nordrhein-westfälischen Staatskanzlei gewechselt war, wurde sie noch im selben Jahr Stadtkämmerin im ostwestfälischen Herford. 1991 wurde sie von Ministerpräsident Eichel (SPD) zur hessischen Finanzministerin berufen. 1994 trat sie von diesem Amt zurück, nachdem sie die politische Verantwortung für Unregelmäßigkeiten der hessischen Lottogesellschaft übernommen hatte. Bis Januar 1996 übte sie eine Lehrstuhlvertretung für Öffentliches Recht an der Universität Bielefeld aus.

Nach der Berlinwahl 1995 wurde sie im Januar 1996 vom Regierenden Bürgermeister Diepgen (CDU) zur Finanzsenatorin von Berlin berufen. Nach der Berufung von Christine Bergmann ins Bundeskabinett nach der Bundestagswahl 1998 übernahm sie zusätzlich das Amt der Bürgermeisterin von Berlin. Als verantwortliche Senatorin setzte sie den Verkauf der Bewag (Strom), der Gasag (Gas), der Wohnungsbaugesellschaft Gehag und die Teilprivatisierung der Wasserbetriebe durch[1].

Sie wurde jedoch bereits nach der nächsten Wahl von ihrer eigenen Partei nicht mehr für den Senat nominiert. Fugmann-Heesing hatte sich in ihrer Amtszeit den Ruf einer überaus strengen „Sparkommissarin“ erworben. Ihr Kurs, obwohl von der Mehrheit der Experten geteilt, war in der Bevölkerung wenig beliebt, weswegen die SPD einen Teil der Verantwortung für ihre Wahlniederlage bei ihr suchte.

Seit 1999 ist Fugmann-Heesing Mitglied des Berliner Abgeordnetenhaus, von 2000 bis 2006 war sie stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner SPD, auf dem Parteitag am 1. April 2006 scheiterte die Wiederwahl an der erforderlichen Mehrheit.

Weitere Tätigkeiten

Ihre Aufsichtsratsmandate bei der Landesbank Berlin Landesbank Berlin und der Berlin Brandenburg Flughafen-Holding legte Frau Fugmann-Heesing 1999 nieder, nachdem das Oberlandesgericht Brandenburg ein Ausschreibungsverfahren zu einem Großprojekt wegen ihres Doppelmandats sowohl auf Bieterseite, als auch auf der Ausschreibungsseite, für ungültig erklärten.[2]

Nach ihrer Zeit als Senatorin in Berlin war sie im Auftrag des damaligen Verteidigungsministers Rudolf Scharping Geschäftsführerin der Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb der Bundeswehr (GEBB) geworden. Seit 2002 ist sie Beraterin der Unternehmensberatungsgesellschaft BBD Berliner Beratungsdienste. In dieser Funktion war sie nicht unwesentlich an der Einführung des Modells der Public Private Partnership (PPP) für die Schulen im Landkreis Offenbach in Hessen beteiligt.

Quellen

  1. Müller, Albrecht: Machtwahn, S. 285.
  2. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/0817/lokales/0050/index.html

Familie

Annette Fugmann-Heesing ist verheiratet und hat zwei Töchter (Britta und Frauke).

Siehe auch

Personendaten
Fugmann-Heesing, Annette
deutsche Politikerin
6. Januar 1955
Petershagen