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Bist

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Bist
Daten
Lage Frankreich und Deutschland
Länge 26,3 kmdep1
Quelle bei Boucheporn, LothringenVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe ca. 300 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt
Mündung Bei Wadgassen in die SaarVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Mündungshöhe 185 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied ca. 115 mdep1
Flusssystem Rhein
Durchflossene Stauseen Lac de Creutzwald
Schiffbar nein


Die Bist (historisch auch Biest oder Bießt[1]) ist ein kleiner Bach in Frankreich und Deutschland (Saarland), der bei Wadgassen in die Saar mündet. Sie entspringt in Lothringen und durchfließt im Saarland Überherrn, Bisten, Differten, Werbeln, Schaffhausen und Wadgassen. Sie ist nicht befahrbar und hat mit Stand 2008 ihre ursprüngliche wirtschaftliche Bedeutung vollkommen eingebüßt.

Inhaltsverzeichnis

Historische Bedeutung

Die historisch-wirtschaftliche Bedeutung der Bist kann man am konkreten Beispiel der Vergangenheit der saarländischen Gemeinde Wadgassens festmachen. So diente die Bist in Kombination mit dem umfangreichen Kanalsystem der Trockenlegung des Geländes um das dortige Prämonstratenserkloster, gleichzeitig der Bewässerung der Felder und dem Betrieb der für die Region wichtigen Mühlen in Differten und Hostenbach. Auch die später dort angesiedelte Cristallerie Wadgassen wäre ohne die Bist nicht denkbar gewesen, da durch den von der Bist abgehenden Kanal das dort für die Produktion benötigte Wasser zum Hüttengelände geleitet wurde.

Verlauf

Die Bist entspringt auf ca. 300 Meter über NN nördlich des 550-Seelen-Dorfes Boucheporn in Lothringen, Arrondissment Boulay-Moselle, fließt dann für etwas mehr als 10 Kilometer in nord-östliche Richtung bis zu dem Punkt, an dem es für ca. drei Kilometer den Grenzbach Deutschland–Frankreich bildet. Er passiert dabei den 1967 angelegten Lac de Creutzwald sowie die Stadt Creutzwald selbst. Die Bist verläßt nach ihrer kurzen Grenzmarkierung genau an der Stelle Frankreich, wo auch die ehemalige, 70 Kilometer lange Eisenbahnlinie Völklingen – Überherrn – Hargarten-Falck – Diedenhofen die Grenze wechselt. Die Gleise liegen heute noch, die Strecke wird aber nicht mehr bedient und ist auf weiten Strecken dem Verfall preisgegeben[2][3].

Auf deutscher Seite fließt die Bist in westliche Richtung nördlich an Überherrn vorbei, durch dessen Ortsteil Bisten, anschließend dicht am unter Denkmalschutz stehenden Gutshof und Gestüt Linslerhof vorbei, bevor sie Differten erreicht, das schon zur Gemeinde Wadgassen gehört. In Differten, Höhe Ortsteil Werbeln, knickt sie im 90°-Winkel nach Norden ab. Ab hier bildet sie die Grenze zwischen Wadgassen und dessen Ortsteil Schaffhausen. Unmittelbar vor Ihrer Mündung in die Saar unterquert sie noch die Stadtautobahn Saarbrücken (A 620).

Der ursprüngliche Verlauf der Bist im Bereich Wadgassen wurde schon zur Zeit der Wadgasser Abtei zum heutigen Verlauf geändert und kann nur noch an Hand von alten Zeichnungen nachvollzogen werden.

Bist als Namensgeberin

Direkt erkennbar in Dorfnamen wie im französischen Bisten-en-Lorraine oder saarländischen Bisten. Indirekt z.B. in den Namen der beiden Wadgasser-Gemeindeteile Differten (auch: Diefurt, Diffurde, Diffurte, Diffurthe, Diffurt, Diffurten), also "zur tiefen Furt" und Werbeln, abgeleitet vom mittelhochdeutschen Wort „Wirbel“ oder „Werbel“, hat seinen Namen von einer markanten Stelle der Bist, wo es früher zu Verwirbelungen auf Grund eines, bezogen auf den sonstigen Verlauf, recht starken Gefälles kam; ähnlich Zeile 1, Bild 3.

Galerie

Quellen

  1. siehe: Bist Canalis im Stich der Wadgasser Abtei
  2. siehe: Streckenabschnitt Wadgassen-Werbeln
  3. siehe: Streckenabschnitt Werbeln-Differten
  4. Plakat "Unsere Bist", 1974; ähnlich publiziert in: "Lebensräume im Tal der Bist" von Erich Hewer und Rudolf Fuchs