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Rudolf Scholten

Rudolf Scholten (* 3. November 1955 in Wien) ist Mitglied des Vorstandes der Oesterreichische Kontrollbank AG (OeKB) und war von 1990 bis 1997 als Minister der Republik Österreich prägender Kulturpolitiker des Landes. Scholten ist Präsident des "Bruno-Kreisky-Forums", Aufsichtsratspräsident der Wiener Festwochen und designierter Vorsitzender des Aufsichtsrates des Österreichischen Filminstituts (ÖFI).

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Rudolf Scholten wuchs bis zu seinem Schuleintritt am Forstgut seiner Eltern Sophie und Gerhard Scholten in Eggern im Waldviertel auf. 1973 maturierte er am Schottengymnasium in Wien. Universität Wien, Jus und Volkswirtschaft, 1978: Dr. jur. Eintritt in den Dienst der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) 1976–1983, im Sekretariat des Vorstandes mit internationaler Finanzierung befasst bis 1983, 1983 USA - New York, Morgan Stanley, Morgan Guaranty: Internationale Finanzierungen, Rückkehr in die Oesterreichische Kontrollbank 1984.

Scholten war 1984–1986 wirtschaftspolitischer Sekretär des damaligen Bundesministers für Finanzen, Franz Vranitzky, nach der Ernennung von Franz Vranitzky zum Bundeskanzler 1986–1988 wirtschafts- und kulturpolitischer Berater im Bundeskanzleramt. 1988–1990 war er Generalsekretär des Österreichischen Bundestheaterverbandes, 1990 bis 1997 Bundesminister der Republik Österreich. Im Kabinett Vranitzky III war Scholten Bundesminister für Unterricht und Kunst (1990-1994), im Kabinett Vranitzky IV Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst (1994 -1996). Im Kabinett Vranitzky V wurde er schließlich Bundesminister für Wissenschaft, Verkehr und Kunst (1996 -1997). Nach dem Rücktritt Vranitzkys verließ auch Rudolf Scholten die Bundesregierung.

1997 wurde Rudolf Scholten Mitglied des Vorstandes der Oesterreichischen Kontrollbank, Aufsichtsratsvorsitzender der OeKB Versicherung AG, der PRISMA Kreditversicherungs-Aktiengesellschaft und der "Österreichischer Exportfonds GmbH".

Der Einstieg von Rudolf Scholten in die Kontrollbank war überschattet vom Selbstmord eines der beiden Vorstände, Gerhard Praschak. In einem an viele Printmedien versandten Brief erhob Praschak einige Vorwürfe der politischen Intervention zugunsten von Scholten, beispielsweise die Vergrößerung des Vorstandes auf 3 Personen. Nach dem Selbstmord von Praschak wurde sein Posten nicht nachbesetzt. Scholtens Kollege im Vorstand der OeKB ist Johannes Attems.

Seit 2004 ist Rudolf Scholten Präsident des Bruno-Kreisky-Forums, seit 2005 Aufsichtsratspräsident der Wiener Festwochen. 2006 organisierte er gemeinsam mit dem Schriftsteller Robert Schindel in Heidenreichstein die Veranstaltung "Literatur im Nebel" bei der auch Salman Rushdie auftrat. Im Oktober 2007 gab die amtierende Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Claudia Schmied, die Ernennung Scholtens zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates des Österreichischen Filminstituts bekannt, welches die Aufgabe hat, den österreichischen Film finanziell zu fördern. Diese Funktion hat Scholten am 1. Jänner 2008 übernommen.

Politische Laufbahn

Privates

Rudolf Scholten ist seit 1990 mit der Kardiologin Christine verheiratet und ihre gemeinsamen drei Töchter heißen Sophie (* 1993), Marie (* 1996) und Anna (* 2001).

Personendaten
Scholten, Rudolf
österreichischer Manager und ehemaliger Minister
3. November 1955
Wien