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Spix-Ara

Spix-Ara

Spixara (Cyanopsitta spixii)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Neuweltpapageien (Arinae)
Gattung: Spix-Aras (Cyanopsitta)
Art: Spix-Ara
Wissenschaftlicher Name
Cyanopsitta spixii
Wagler, 1832

Der Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) gehört in die Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) und käme heute noch in Südamerika (Brasilien) vor, wenn er nicht durch illegalen Vogelhandel und Verlust des Lebensraumes stark in seiner Anzahl abgenommen hätte. Der Freilandbestand, der zuletzt noch aus einem Tier bestand, ist erloschen. Die Auswilderung eines Partnervogels scheiterte, da das Tier an einem Strommast verunglückte. Der Bestand in Gefangenschaft beträgt rund 68 Tiere. 11 Tiere davon gehören dem brasilianischen Staat. Die restlichen Tiere sind in Privatbesitz und nicht Teil eines Artenschutzprojektes. Der größte Teil davon (rund 47 Tiere) gehören Sheikh Saoud Bin Mohammed Bin Ali Al Thani in Doha, Katar, der sie aus Privatbesitz von den Philippinen und aus der Schweiz erworben hat und das Al Wabra Wildlife Preservation Center gründete.

Johann Georg Wagler, der Assistent des deutschen Naturforschers Johann Baptist von Spix beschrieb den Spix-Ara in seinem Werk Monographia Psittacorum und benannte die Art nach seinem verstorbenen Lehrer.

Der Spix-Ara ist von einer metallisch blauen Grundfarbe, wobei die Bauchfedern einen leichten Grünstich aufweisen, die Schwungfedern hingegen richtig blau erscheinen. Der Kopf und Nacken, sowie der Hals sind von gräulicher Farbe, wobei sich ein dunkelgraues Band vom nasalen Augenwinkel bis zum schwarz gefärbten Schnabel zieht. Die Iris ist gelb.

Der Spix-Ara braucht wie viele andere Großpapageien hohle Bäume zum Brüten, weswegen er auf einen alten Baumbestand ( bes. Tabebuia caraiba) angewiesen ist. In einer Bruthöhle zieht er 3-4 Junge groß, die sich auf einem nicht gepolsterten Untergrund aufhalten. Eine Nestbauweise wie bei anderen Vögeln ist bei Aras nicht bekannt.

Nachzucht

Aktuell versucht die brasilianische Regierung ihre Spix-Aras an einheimische Vogelzüchter zu vergeben, so dass diese für Nachzuchten sorgen. Anscheinend ist dies bereits einmal gelungen. Eine weitere Organisation, die sich um die Vermehrug dieser seltenen Vogelart sorgt, ist der Papageienpark Loro Parque auf Teneriffa, Spanien, dessen Spixaras dem brasilianischen Staat gehören. Die brasilianische Regierung hatte bereits vor einigen Jahren dem Gründer des Parks ein Pärchen übergeben, doch dieses hatte nicht gezüchtet. Erst durch den dort tätigen Tierarzt Lorenzo Crosta konnte festgestellt werden, dass das Männchen unfruchtbar war. Aus diesem Anlass tauschte man dieses Tier gegen ein anderes aus und bereits einige Monate später fand man mehrere Eier im Nest, aus denen zunächst ein Junges, sechs Monate später ein weiteres Jungtier schlüpfte. Beide Jungtiere sind Weibchen. Weitere zehn Spixaras befinden sich seit 2005 in Deutschland. Auch diese Tiere sind dem Artenschutzprogramm zugeordnet. Das Al Wabra Wildlife Preservation Center in Quatar betreibt ein eigenes Zuchtpogramm, das bisher 12 Jungtiere vorzuweisen hat (davon alleine 7 im Jahr 2006).

 Wikiversity: Gesetzliche Mindestanforderungen zur Haltung von Aras (Checkliste für Österreich) – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch