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Polsterberger Hubhaus

Das Polsterberger Hubhaus ist ein Pumpenhaus oberhalb des Dammgrabens im Oberharz, das jetzt als Waldgaststätte genutzt wird.

Als Teil des Oberharzer Wasserregals wurde es im 18. Jahrhundert errichtet und diente dazu, das in Clausthal für den Bergbau benötigte Wasser des Dammgrabens auf das Niveau des höchsten Teiches, dem Hirschler Teich, zu heben. Ohne diese „Anhebung“ lieferte bzw. liefert der Dammgraben das Wasser über Graben und Wasserläufe zu den Hausherzberger Teichen und weiter zum Unteren Pfauenteich (siehe auch Mittlerer Pfauenteich). Die Pfauenteiche befinden sich zwar in direkter Nachbarschaft zum Hirschler Teich, doch liegen sie wesentlich tiefer, so dass sich die Wasserkraft schlechter nutzen ließ.

Die Antriebskraft für die hölzerne Hubpumpe wurde im Polstertal durch zwei Wasserräder gewonnen. Diese Kunsträder übertrugen die gewonnene Kraft über 260 m und 560 m lange Kunstgestänge aus Holz in das Hubhaus auf dem Polsterberg. Im Hubhaus wurde das Wasser des Dammgrabens 8 m empor gepumpt und in den Tränkegraben geleitet, durch den es dann die Oberharzer Teiche bei Clausthal erreichen konnte. Mit dem Polsterberger Hubhaus wurde die letzte Lücke im Dammgraben-System geschlossen. Es diente gleichzeitig als Dienstwohnung für den Hubmeister und den Grabenwärter, sowie als Schankstube.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die hölzerne Konstruktion durch eine elektrisch betriebene Pumpe ersetzt. Das Polsterberger Hubhaus an sich besteht noch in seiner ursprünglichen Form und seine Gaststätte ist heute ein beliebtes Ziel für Wanderer aus Altenau und Clausthal-Zellerfeld. Wie auch das nah gelegene Sperberhaier Dammhaus liegt es an der Harzhochstraße, der Bundesstraße 242.

Siehe auch: Polstertaler Zechenhaus


Koordinaten: 51° 47′ 43″ N, 10° 24′ 8″ O