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Morgenlied

Das Morgenlied ist ein Tageszeitenlied und drückt meist eine frohe Stimmung aus.

Unter den Volksliedern rechnen dazu z.B. "Jeden Morgen geht sie Sonne auf" und "Im Frühtau zu Berge" und unter den geistlichen Liedern "Morgenglanz der Ewigkeit" (Christian Knorr von Rosenroth), "All Morgen ist ganz frisch und neu" (Johannes Zwick, 1545), "Die helle Sonn leucht jetzt herfür" (Nikolaus Hermann, 1560), "Der Tag bricht an und zeiget sich" (Michael Weisse, 1531) und "Gott des Himmels und der Erden" (Heinrich Albert, 1642).

Es besteht keine engere Beziehung zum mittelaltlichen Tagelied (okzitanisch alba, altfranzösisch aube) im Sinne Trobadordichtung und des Minnesangs, das den Abschied zweier Liebender bei Tagesanbruch schildert. Für das musikalische "Morgenständchen" siehe Aubade.