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Radwandern

Radwandern ist eine Form des Fahrradfahrens, die in der Freizeit ausgeübt wird. Beim Radwandern steht das bewusste Erleben der Fortbewegung in der Landschaft im Mittelpunkt, im Gegensatz zur Fahrradtour, wo das Erreichen eines Zieles der Schwerpunkt ist, oder zum Radsport, wo das Zurücklegen einer bestimmten Strecke, oft auch in einer bestimmten Zeit, der Zweck der Unternehmung ist.

Ruhepause (im Kurpark von Bad Bocklet)

Beim Radwandern ist das Radfahren Selbstzweck, dennoch wird in der Regel eine landschaftlich reizvolle Strecke gewählt, weil das Natur- und Landschaftserlebnis den Erlebniswert beim Radwandern erheblich steigert. Daher sind vielfach Radwanderrouten ausgeschildert. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise ist das gesamte Bundesland mit einem flächendeckenden Netz solcher Radwanderrouten (Radverkehrsnetz NRW) überzogen. Ein Internetservice (s.u. Links) ermöglicht das Planen von Radwanderungen online. Ein anderer Ansatz ist das sogenannte Knotenpunktsystem: Statt besondere Routen auszuschildern, wird das auszuweisende Gebiet mit einem Netz von Knotenpunkten überzogen. In der Landschaft stehen dann Wegweiser zu den Knotenpunkten, an den Knotenpunkten selbst dann Übersichtskarten mit allen Knotenpunkten. So kann der Radwanderer seine Route unabhängig von einer bestimmten Wegführung selbst bestimmen, und auch unterwegs jederzeit ändern. Das Knotenpunktsystem findet sich flächendeckend etwa in Belgien und den Niederlanden („Knooppunt“).

Der touristische und damit wirtschaftliche Effekt auf eine Region durch ein geschicktes Radwanderkonzept und -marketing kann erheblich sein.