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Meppen

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 52° 42′ N, 7° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Höhe: 14 m ü. NN
Fläche: 188,48 km²
Einwohner: 34.580 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 183 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49716 (alt: 4470)
Vorwahl: 05931
Kfz-Kennzeichen: EL (alt:MEP)
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 035
Stadtgliederung: 7 Stadtteile und 13 eingemeindete Dörfer
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 43
49716 Meppen
Webpräsenz:
www.meppen.de
Bürgermeister: Jan Erik Bohling (CDU)

Meppen ist die Kreisstadt des Landkreises Emsland in Niedersachsen. Ihr Slogan lautet: „Stadt im Grünen – Stadt am Wasser“.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Meppen liegt im zentralen Teil des Emslandes zwischen Lingen und Papenburg an der Mündung der Hase in die Ems. Aufgrund seiner geographischen Lage ist Meppen die Kreisstadt des Emslandes. Das Stadtzentrum liegt etwa 20 km entfernt von der niederländischen Grenze.

Klima

In Meppen herrscht ein gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch Nordwestwinde von der Nordsee vor. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur an der Station Meppen 8,9 °C und es fallen etwa 755 mm Niederschlag. Die tiefsten Temperaturen werden zwischen Dezember und Februar, die Höchstwerte werden im Juli und August erreicht.

Nachbargemeinden

Meppen grenzt an folgende Städte und Gemeinden: die Stadt Haren im Norden, die Samtgemeinde Sögel im Nordosten, die Stadt Haselünne im Osten, die Gemeinde Geeste im Süden und die Gemeinde Twist im Westen.

Stadtgliederung

Meppen besteht aus den Stadtteilen Altstadt, Esterfeld, Feldkamp, Kuhweide, Neustadt, Nödike und Schleusengruppe. Am 1. Juli 1967 schlossen sich die Stadt Meppen und die Gemeinde Vormeppen auf freiwilliger Basis zusammen. Heute sind diese beiden ehemaligen Gemeinden überwiegend zusammengewachsen. Eine Abgrenzung ist heute kaum noch möglich.

  1. Altstadt historischer Stadtkern von Meppen mit Propsteikirche, Gymnasialkirche und historischem Rathaus. An zwei Tagen der Woche findet in der dortigen Fußgängerzone ein Markt statt. Am Rande der Altstadt befindet sich, direkt an der Ems gelegen ein Campingplatz und das Frei- und Hallenbad von Meppen.
  2. Esterfeld ist ein Stadtteil am linken Emsufer, zur Zeit der Stadtteil mit den meisten Einwohnern.
  3. Feldkamp Das Wohngebiet Feldkamp wurde in den achtziger (ab ca. 1984) Jahren bis heute als Neubaugebiet konsequent immer weiter ausgebaut. Es wird teilweise von Waldflächen eingerahmt, deren Umfang aber durch Erweiterung des Baugebietes geschrumpft ist.
  4. Kuhweide
  5. Neustadt ist ein Stadtteil am rechten Ems- und Haseufer gelegen.
  6. Nödike ist ein Ortsteil im Süden von Meppen.
  7. Schleusengruppe

Geschichte

Die ehemalige Festungsstadt blickt auf eine über 1200 Jahre alte Geschichte zurück.

Namensherkunft

Meppen ist aus Einzelsiedlungen entstanden, die an den Mündungen der Hase in die Ems lagen. Die Mündungen scheinen auch der Stadt ihren Namen gegeben zu haben. Meppe ist ein uraltes deutsches Wort, das Mund bedeutet. Da Mund auch für Flussmündungen benutzt wurde, liegt es nahe, dass auch hier die Bezeichnung meppe auf Mündung (der Hase) übertragen ist und sich in dem Ortsnamen wiederfindet. Das stimmt auch mit dessen alten Formen überein. Die älteste bekannte Schreibweise ist Meppea und steht in der um 850 geschriebenen Vita secunda S. Liudgeri (Mepp. Ukdb. S. 4). Wenn man die Latinisierung a weglässt, haben wir genau das oben erwähnte meppe. In den etwas später auftretenden Formen Meppin und Meppen bildet das n einen häufig vorkommenden Zusatz für Orts- und Flurnamen, den man in den meisten Fällen nicht mehr mit Sicherheit erklären kann. Vielfach scheint der abgeschliffene Rest eines Bestimmungswortes darin zu liegen.

Historische Daten

Erste urkundliche Erwähnung findet Meppen im Jahre 834 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Ludwig dem Frommen, in der die Missionszelle Meppen dem Kloster Corvey übertragen wurde.

Religionen

Die Einwohner sind überwiegend römisch-katholisch (69,7%), 16,7% sind evangelisch-lutherisch und 2,0% evangelisch-reformiert. Etwa 11% der Bevölkerung gehören anderen oder keiner Religion an.

Kirchen
Andere Glaubensgemeinschaften

Eingemeindungen in das Stadtgebiet von Meppen

(Einwohnerzahlen 9. März 2005)

Infolge der Gemeindereform gehören seit 1. März 1974 auch die ehemalige Gemeinde Emslage (Groß Fullen, Klein Fullen, Rühle und Versen) sowie die Dörfer Apeldorn, Bokeloh, Borken, Helte, Hemsen, Holthausen, Hüntel, Schwefingen und Teglingen zu Meppen.

  1. Apeldorn (777)
  2. Bokeloh (1.253)
  3. Borken (545)
  4. Groß Fullen (1.072)
  5. Klein Fullen (401)
  6. Helte (596)
  7. Hemsen (750)
  8. Holthausen (142)
  9. Hüntel (328)
  10. Rühle (1.368)
  11. Schwefingen (442)
  12. Teglingen (771)
  13. Versen (1.795)


Einwohnerentwicklung

(einschließlich der bis 1974 eingemeindeten Gemeinden)

Jahr Einwohner
1821 4.815
1848 5.130
1871 5.085
1885 6.268
1905 7.687
1925 9.645
1933 11.745
Jahr Einwohner
1939 15.045
1946 17.173
1950 19.141
1956 20.965
1961 22.914
1971 27.305
1975 27.308
Jahr Einwohner
1980 28.135
1985 28.888
1990 30.508
1995 32.093
2000 33.412
2005 34.196
2006 34.462



Politik

Meppen hat den Status einer Selbstständigen Gemeinde und ist seit 1977 Kreisstadt des zweitgrößten deutschen Landkreises Landkreis Emsland.

Zusammensetzung des Stadtrates

Der Stadtrat hat 38 gewählte Mitglieder. Hinzu kommt der direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister. Ihm gehören seit der Kommunalwahl am 10. September 2006 Ratsfrauen und Ratsherren von fünf Parteien bzw. Wählergemeinschaften an.

Bürgermeister

Bis zur Kommunalwahl 2001 wurde der Bürgermeister von den Mitgliedern des Stadtrates gewählt. Er hatte bis dahin nur repräsentative Aufgaben.

Erster hauptamtlicher Bürgermeister war Heinz Jansen (CDU), der in der Stichwahl am 23. September 2001 mit 56,7% der Stimmen gewählt wurde. Seine Gegenkandidatin Karin Stief-Kreihe (SPD) erhielt 43,3% der Stimmen. Bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 entfielen 54,11% der Stimmen auf den CDU-Kandidaten Jan Erik Bohling, der somit bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen konnte. Seine Amtszeit begann am 1. November 2006. Bohling stammt nicht aus Meppen, sondern zog erst nach gewonnener Wahl in die Stadt. Zuvor war er bereits Bürgermeister der Samtgemeinde Am Dobrock.

Kurioses

Von 1994 bis 1996 war Karin Stief-Kreihe (SPD) Bürgermeisterin Meppens, obwohl die CDU über die absolute Mehrheit im Stadtrat verfügte. Nach mehreren Wahlgängen stand es unentschieden. Laut damaligen niedersächsischen Wahlgesetz entschied schließlich das Los.

Wappen

Meppen kam im 13. Jahrhundert zum Fürstbistum Münster. Das Meppener Wappen ist aus dem ursprünglichen Münsteraner Wappen abgeleitet. Dieses ursprüngliche Wappen ist ein gold-rot-goldenes Balkenwappen, das in seiner Originalform heute noch von der Stadt Werne und dem Bistum Münster geführt wird. Im Gegensatz zu diesem ist dem Meppener Wappen zusätzlich ein rotes Kreuz auf dem Mittelbalken zugefügt worden.

Siehe auch: Wappen von Münster

Städtepartnerschaften

Ostrołęka (Polen), seit September 1994

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Zwischen September und April bietet die Theatergemeinde Meppen ein umfangreiches Programm an. Die Vorführungen finden in dem von Eberhard Kulenkampff entworfenen Theater- und Konzertsaal der Stadt Meppen seit 1959 statt, welcher auch dem Windthorst-Gymnasium als Aula dient. Geboten wird dabei sowohl Sprechtheater mit Tourneeproduktionen wie auch Musikveranstaltungen unterschiedlichster Genres.

Von Mai bis September bietet die „Emsländische Freilichtbühne Meppen“ den Besuchern jeweils ein Familienmusical und ein Abendstück, meist aus dem Bereich Musical. Die weit über 30.000 Besucher, die jährlich in den idyllischen Esterfelder Forst auf eine der schönsten Naturbühnen kommen, dürfen große Ausstattungsstücke aus dem Bereich Musiktheater erwarten. Über 100 Akteure stehen bei jeder Produktion auf bzw. hinter der Bühne.

Museen

Bauwerke

Parks

Naturdenkmäler

Sport

Sportvereine

weitere Sportvereine:

  • Turnverein Meppen
  • Leichtathletik-Verein Meppen
  • Schwimm Club Meppen
  • Behindertensportgemeinschaft Meppen
  • Boxring Meppen
  • Karateverein Meppen
  • Ju- Jutsu Kampfsportverein Meppen
  • Squash-Club Meppen
  • Tennis-Club Meppen
  • Wassersportverein Meppen
  • Kanuclub Meppen

Sportanlagen:

  • Leichtathletikstadion Helter Damm
  • Vivaris Arena Emsland Meppen
  • Waldstadion Esterfeld
  • Freisportanlage Versener Straße
  • Skateanlage
  • Frei- und Hallenbad Meppen
  • Badesee am Schlagbrückener Weg
  • Bogenschießplatz
  • Tennisanlage am Stadtforst
  • Tennisanlage am Schullendamm
  • mehrere kleinere und größere Sporthallen

Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Das stetig wachsende lebendige Mittelzentrum verfügt über ein umfangreiches Bildungs-, Kultur- und Sportangebot. Der wichtigste Wirtschaftssektor ist das Dienstleistungsgewerbe. In letzter Zeit erlebt Meppen auch ein Wachstum der Industrie und des Tourismus. Der niederländische Unternehmer Hendrikus van der Most plant bis zum Jahr 2009 auf dem Gelände des ehemaligen Gaskraftwerks in Meppen-Hüntel den Freizeitpark „Fun-Park-Hüntel“ (vergleichbar mit dem Wunderland Kalkar) zu errichten.

Wichtige industrielle Branchen sind:

Beschäftigte

Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter nach Wirtschaftsgruppen:

(Stand: 2006)

Dienstleistungen 53,33 %
Produzierendes Gewerbe 25,52 %
Handel und Verkehr 20,17 %
Land- und Forstwirtschaft 0,95 %

Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten:

1980 1985 1990 1995 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
9.085 9.228 10.717 12.302 13.416 13.562 13.553 13.428 13.411 13.362 13.533

Verkehr

Siehe auch: Verkehr im Landkreis Emsland

Straßenverkehr

Meppen kann über die Autobahn A 31, Anschlussstellen Meppen und Twist, sowie die Bundesstraßen B 70 und B 402/E 233 erreicht werden.

Schienenverkehr

Der Bahnhof Meppen liegt an der 1855 eröffneten Eisenbahnlinie Münster–Emden (Emslandstrecke). In Meppen halten die zweistündlich verkehrenden InterCitys der Linie Luxemburg–Norddeich Mole, siehe auch Liste der InterCity-Bahnhöfe. Außerdem verkehrt stündlich der Emsland-Express Münster (Westfalen)–Emden.

Neben der von der Deutschen Bahn AG befahrenen Strecke gibt es noch die Strecke der einstigen Meppen-Haselünner Eisenbahn (1902 eröffnet) von Meppen nach Haselünne bis Herzlake. Heute verkehren hier lediglich Güterverkehr und eine Museumsbahn.

Busverkehr (ÖPNV)

Im Stadtverkehr werden von Montag bis Samstag Verbindungen meist im Stundentakt bzw. kürzeren Intervallen angeboten, darüber hinaus gibt es regelmäßige Regionalbusverbindungen u.a. nach Nordhorn, Sögel, Haselünne, Herzlake und Twist sowie grenzüberschreitend in die Großstadt Emmen (Niederlande). In Emmen besteht Anschluß an das niederländische Eisenbahnnetz.

Busverbindungen können über die Online-Reiseauskunft der Deutschen Bahn abgefragt werden. Zentrale Haltestellen sind der Busbahnhof, der Bahnhof und der Windthorstplatz. An Wochenenden fahren zusätzlich Nachtbusse.

Schiffsverkehr

Die Ems ist ab Meppen flussabwärts schiffbar und Teil des Dortmund-Ems-Kanal, flussaufwärts wird sie heute nur noch im Freizeitverkehr befahren. Bereits seit 1829 umfährt der Güterverkehr die zahlreichen Mäander der Ems zwischen Lingen und Meppen auf dem ehemaligen Ems-Hase-Kanal, der seit 1899 überwiegend in den Dortmund-Ems-Kanal einbezogen ist.

Zwischen Haren und Meppen wurde der Euro-Hafen Emsland-Mitte am 24. Oktober 2007 als Stichhafen feierlich eingeweiht. In Meppen befindet sich in Innenstadtnähe der alte Emshafen, der für Europaschiffe ausgelegt ist und überwiegend dem Schüttgutumschlag dient. Mit dem neuen Hafen sowie dem Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals zur Binnenwasserstraße der Klasse V werden in Zukunft auch Großmotorgüterschiffe Meppen anfahren können.

Medien

Printmedien

Hörfunk

Gesundheitsversorgung

Das Krankenhaus Ludmillenstift Meppen übernimmt als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung die Leistungen der stationären medizinischen Bevölkerungsversorgung. Es bietet mit seinen 400 Planbetten jährlich etwa 15.000 stationären sowie etwa 33.000 ambulanten Patientinnen und Patienten umfangreiche diagnostische und therapeutische medizinische Hilfe.

Öffentliche Einrichtungen

Neben dem Sitz der Kreisverwaltung ist Meppen auch Sitz vieler anderer überörtlicher Behörden. Meppen gilt daher als die Beamtenstadt des Emslandes.

Die Wehrtechnische Dienststelle 91 für Waffen und Munition (WTD 91) der Bundeswehr, früher Kruppscher Schießplatz, wurde 1877 gegründet. Sie ist in Meppen und Umgebung einer der größten Arbeitgeber.

Bildung

Gymnasien

Haupt- und Realschulen

Grundschulen

Förderschulen

Berufbildende Schulen

weitere Schulen

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

 Commons: Meppen – Bilder, Videos und Audiodateien