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Liebe mich, wenn du dich traust

Filmdaten
Deutscher Titel: Liebe mich, wenn du dich traust
Originaltitel: Jeux d'enfants
Produktionsland: Frankreich, Belgien
Erscheinungsjahr: 2003 (Filmstart in D: 2004)
Länge (PAL-DVD): 93 Minuten
Originalsprache: Französisch
Altersfreigabe: FSK ab 16
Stab
Regie: Yann Samuell
Drehbuch: Yann Samuell, Jacky Cukier
Produktion: Christophe Rossignon
Musik: Philippe Rombi
Kamera: Antoine Roch
Schnitt: Andrea Sedlácková
Besetzung
  • Guillaume Canet: Julien Jeanvier
  • Marion Cotillard: Sophie Kowalski
  • Thibault Verhaeghe: 8 Jahre alter Julien
  • Joséphine Lebas-Joly: 8 Jahre alte Sophie
  • Gerard Watkins: Juliens Vater
  • Emmanuelle Grönvold: Juliens Mutter
  • Laetizia Venezia Tarnowska: Christelle
  • Gilles Lellouche: Sergei
  • Elodie Navarre: Aurelie
  • Julia Faure: Sophies Schwester
  • Frederic Geerts: Igor

Liebe mich, wenn du dich traust (Originaltitel: Jeux d'enfants) ist ein französischer Film und das Regie-Debüt von Yann Samuell aus dem Jahr 2003.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film spielt in einer belgischen Stadt, in der ein kleines Mädchen, Sophie, von einigen Kindern mit den Worten „Dreckspolakin, Dreckspolakin“ beschimpft wird. Ein Busfahrer und ein kleiner Junge, Julien, sind die einzigen, die ihr helfen, während sie ihre, von den anderen Kindern in eine Pfütze geworfenen Schulhefte aufhebt.

Um sie aufzumuntern schenkt Julien ihr eine Spieldose, die ihm selbst sehr wichtig ist, da er sie von seiner todkranken Mutter bekommen hat. Darum bittet er sie, ihm die Dose ab und an zu überlassen. Entgeistert, dass er das Geschenk sofort wiederhaben will, verlangt Sophie, dass er ihr beweist, wie wichtig ihm die Dose ist. Dazu fordert sie ihn auf, die Handbremse des Busses zu lösen und als er nicht zögert, rollt der Bus ohne Fahrer, mitsamt den Kindern, die sie gehänselt haben, los. Es beginnt ein Spiel in dem die Spieldose nach jeder erfüllten Aufgabe von einem zum anderen wandert.

Zwischen dem Sohn wohlhabender belgischer Eltern und der Tochter armer polnischer Einwanderer entwickelt sich eine innige Freundschaft. Als Kinder ziehen sie beispielsweise ein Hochzeitsbuffet auf den Boden, während sie als Jugendliche ihre jeweiligen Liebhaber in die Spielchen hineinziehen. Dabei interessieren sie die Konsequenzen ihrer autoritären Eltern und der restlichen Umwelt überhaupt nicht.

Die sich entwickelnde Liebe wollen sie sich aber nicht eingestehen und stürmen daher nur von einem Kick zum nächsten. Die Spiele werden unterdessen immer extremer und existentieller.

Der vorläufige Höhepunkt ist, dass Sophie Juliens Hochzeit platzen lässt, er daraufhin von seinem Vater verstoßen wird und sie durch ein weiteres Spiel fast zu Tode kommt.

Nach 10 Jahren der Trennung kommt es zu einem fulminanten Ende, in dem die beiden ihre komplette Umwelt, die sie nur mit blankem Entsetzen anstarrt, ignorieren. Der Schluss besticht durch eine Mischung aus Schock und Romantik, wodurch einem nicht nur das simple Happy End der meisten Liebesgeschichten geboten wird.

Technische Elemente

Yann Samuell, der Regisseur und Autor des Drehbuchs ist, benutzt immer wieder seltsam wirkende, comic- oder phantasieartige Einschübe, die dem Film eine ganz eigene Note geben. Die Erzählperspektive wechselt im Film oft zwischen Julien, Sophie und einem stillen Beobachter.

Auszeichnungen

Newport Beach Film Festival