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Künstlerhaus Schloss Balmoral

Das Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems ist eine Einrichtung der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, von der es finanziert wird. Aufgenommen werden junge Künstler, die ein einjähriges Stipendium erhalten. Seit seiner Gründung im Jahr 1995 wird im Künstlerhaus Schloss Balmoral in den Disziplinen Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Installation, Fotografie, Video und Neue Medien gearbeitet.

Den Künstlerinnen und Künstlern stehen für ihre Arbeit eigene Ateliers und Werkstätten für Holz und Metall zur Verfügung. Weiter finden sie ein Fotolabor, einen Videoraum und PCs vor. Es ist ein wichtiges Anliegen des Künstlerhauses Schloss Balmoral, die Stipendiaten der Öffentlichkeit zu präsentieren und auf dem Kunstmarkt zu etablieren. Neben den Ausstellungen im Schloss wird daher auch überregionale Präsenz angestrebt. Werke der Balmoral Stipendiaten waren bisher in Prag, in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin, auf der Art Cologne im Rahmen einer Förderkoje sowie im ersten und im zweiten Kunstsalon Berlin zu sehen. 2006 wurde mit der Ausstellung Jackpot erstmals ein gesamter Jahrgang an zwei Ausstellungsorten gezeigt: im Kunstverein Ludwigshafen am Rhein in der Galerie im Körperpark in Berlin-Neukölln.

Seit seiner Eröffnung 1995 hat das Künstlerhaus Schloss Balmoral über 100 Stipendiaten beherbergt. Der Förderverein Balmoral 03 stiftete 2006 den Internationalen Kunstpreis Balmoral 03.

Geschichte des Gebäudes

Das Gebäude ist eine dreigeschossige Villa, im spätklassizistischem Stil. Sie steht leicht erhöht über den Nachbargebäuden bei der der Russisch-Orthodoxen Kirche an einem Hang. Die Hauptfassade ist zur Lahn hin ausgerichtet. Das Gebäude besitzt eine streng symmetrische Fassade zwischen zwei Ecktürmen. Die Fassade wird durch einen Zinnenkranz abgeschlossen. Als Mittelrisalit dient ein achteckigen Turm.

Sie wurde 1867/68 als Wohnhaus für einen russischen Gutsbesitzer erbaut und von diesem „Villa Diana“ genannt. Einige Jahre später verkaufte er das Haus. 1882 erwarb es der Hotelier Georg Lang, der hier ein vornehmes Hotel für Kurgäste einrichtete und ihm den Namen „Schloss Balmoral“ gab. Im 19. Jahrhundert wohnten hier unter anderem Nicolai Rimskij-Korssakow, Richard Wagner und Francisco d' Andrade bei Kuraufenthalten. Ab 1935 wurde die Villa als Mietshaus genutzt. 1983 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. 1989 kaufte sie der Rhein-Lahn-Kreis, seit 1994 wird sie als Stipendiatenhaus für junge Künstler genutzt.