Heim

Shechen

Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift: ཞེ་ཆེན་
Wylie-Transliteration: zhe chen
Aussprache in IPA: [ɕetɕẽ]
Offizielle Transkription der VRCh: Xêqên
THDL-Transkription: Zhechen
Andere Schreibweisen: Shechen
Chinesische Bezeichnung
Traditionell: 協慶寺、雪謙寺
Vereinfacht: 协庆寺、雪谦寺
Pinyin: Xiéqìng Sì, Xuěqiān Sì

Die Shechen-Tradition ist eine Richtung der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus. Shechen zählt neben Kathog, Palyul, Dzogchen, Mindroling, und Dorje Drak zu den sogenannten „Sechs großen Sitzen“ der Nyingma.

Kloster Shechen

Das Kloster Shechen wurde 1695 von Rabjam Tenpai Gyaltsen, einem Schüler des 5. Dalai Lama, in Kham (heute Dêgê im Autonomen Bezirk Garzê der Provinz Sichuan) gegründet. Rabjam Tenpai Gyaltsen soll vom 5.Dalai Lama Ngawang Lobsang Gyatso zu diesem Zweck nach Osttibet entsandt worden sein. Nach einer Vision von Padmasambhava erbaute er das Kloster an einem speziell prophezeiten Ort. Das Shechen-Kloster war Ausgangspunkt für die Gründung von 160 weiteren Klöstern dieser Tradition und wurde aufgrund seiner Bedeutung schnell zu den "Großen Sitzen der Nyingma" gezählt. Das Stammkloster und 110 der Nebenklöster wurden in den 1950er Jahren zerstört. Das Shechen Kloster selbst wurde inzwischen aber wieder aufgebaut. In Indien wurde in Bodhgaya, dem Ort an dem Buddha Erleuchtung erlangte, ein Exilkloster errichtet. Auch an der Bodhnath-Stupa in Kathmandu/Nepal steht ein bedeutendes Exilkloster dieser Tradition.

Lehrer

Die Shechen-Tradition hat viele große buddhistische Meister hervorgebracht, darunter Shechen Gyaltsab, Shechen Kongtrul und Mipham Rinpoche. Die auch im Westen berühmten Meister Dilgo Khyentse und Chögyam Trungpa wurden auch in den Lehren dieser Tradition unterwiesen. Die Tradition unterweist in allen klassischen Lehren die für die Nyingma-Tradition typisch sind. Darunter haben die Lehren zu Dzogchen, der "großen Vollkommenheit" eine herausragende Bedeutung. Shechen Rabjam Rinpoche, ein jüngerer Meister dieser Tradition lehrt regelmäßig auch im Westen.

Links