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Georg Schulhoff

Georg Schulhoff (* 1. Dezember 1898 in Budapest; † 5. Juni 1990 in Düsseldorf) war von 1949 bis 1978 Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und deutscher Politiker (CDU).

Er war Inhaber eines Handwerksbetriebes (Heizung, Lüftung und Sanitärinstallation), den er nach einem Ingenieurstudium im Jahr 1926 in Düsseldorf gründete. Schulhoff war 38 Jahre lang Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf (1948 bis 1985) und als Vorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Handwerkerbundes Sprecher des Handwerks in Nordrhein-Westfalen.

Schulhoff gilt als einer der Mitbegründer einer bundesweiten, sowohl von den Handwerkskammern wie den Fachverbänden getragenen gemeinsamen politischen Interessenvertretung des Handwerks im Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), dessen Vizepräsident er von 1949 bis 1978 war.

Als Verfolgter des Naziregimes war Schulhoff in den letzten Kriegsjahren untergetaucht. Nach Kriegsende war er am Aufbau unabhängiger Selbstverwaltungseinrichtungen des Handwerks ebenso beteiligt wie am Aufbau der CDU im Rheinland. Der erste Düsseldorfer Nachkriegs-Stadtrat wurde 1945 in seiner Wohnung gegründet. Danach blieb er bis 1962 Mitglied des Rates der Stadt Düsseldorf, war von 1950 bis 1962 Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag und von 1961 bis 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Wegen seiner Verdienste um die Stadt Düsseldorf und seine vielfach unkonventionellen, um Ausgleich bemühten Umgangsformen auch mit politischen Gegnern war Schulhoff Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf. Ein Platz in Düsseldorf-Bilk, an dem die Handwerkskammer Düsseldorf ihren Sitz hat, wurde nach ihm benannt (Georg-Schulhoff-Platz). Auch eine Düsseldorfer Realschule trägt seinen Namen.

Sein Sohn Wolfgang Schulhoff führt den Installationsbetrieb in Düsseldorf fort und ist seit 2003 Nachfolger seines Vaters im Amt des Präsidenten der Handwerkskammer Düsseldorf.


Personendaten
Schulhoff, Georg
Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und deutscher Politiker (CDU)
1. Dezember 1898
Budapest
5. Juni 1990
Düsseldorf