Heim

Netzbach

Netzbach heißt auch ein Gewässer im Saarland: Netzbach


Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 19′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Hahnstätten
Höhe: 178 m ü. NN
Fläche: 3,40 km²
Einwohner: 409 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65623
Vorwahl: 06430
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 093
Adresse der Verbandsverwaltung: Austraße 4
65623 Hahnstätten
Webpräsenz:
www.netzbach.de
Ortsbürgermeister: Horst Ackermann

Netzbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Ortsgemeinde Netzbach liegt im Taunus acht Kilometer südlich von Limburg an der Lahn unmittelbar an der Grenze zu Hessen. Ein Kilometer Luftlinie südöstlich von Netzbach entspringt der Kaltenbach, dieser fließt nach drei Kilometern durch den Ort Richtung Westen und mündet weitere drei Kilometer flussabwärts bei Oberneisen in die Aar. Ein Teilstück des Aar-Höhenwegs führt durch das Kaltenbachtal.

Geschichte

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung von Netzbach als Nezebach datiert auf das Jahr 1092.

1511 wurde eine Mühle gebaut. Die Mühle wurde mit Wasser des Kaltenbachs betrieben, das Wehr wurde auch zur Bewässerung von Grünland benutzt. Die Mühle ist seit einigen Jahrzehnten jedoch nicht mehr in Betrieb ist. Das Gebäude in der Mühlengasse wird heute als Wohnhaus genutzt.

Durch Netzbach führte die mittelalterliche Fernhandelsstraße Hessenstraße, die einst St. Goarshausen, Katzenelnbogen St. Goar, Wetzlar, Gießen und Marburg verband.

Die frühere Bedeutung des Bergbaus lässt sich an Flurnamen wie Eisengruben noch erkennen. Das Eisenerz wurde im Mittelalter von den Bauern abgebaut und verhüttet. Im 19. Jahrhundert wurde in der Zeche Phönix, Grube Liefeld und der Zeche am Lückerberg durch eine Bergbaugesellschaft Eisen abgebaut, der Eisenerz Bergbau wurde jedoch 1870 eingestellt. Außerdem wurde im 19. Jahrhundert in Netzbach Kalk abgebaut.

1869 entstand das erste Schulgebäude in Netzbach. Heute befindet sich dort das Rathaus. 1961 wurde das neue Schulgebäude fertiggestellt, das 1965 zu einer Mehrzweckhalle umgestaltet wurde.

Netzbach gehörte von 1816 bis 1866 zum Herzogtum Nassau, das als Ergebnis der Wiener Kongresses gebildet wurde. 1868 kam Netzbach zur preußischen Provinz Hessen-Nassau und war nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der französischen Besatzungszone. 1947 wurde der Ort Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich aus acht Ratsmitgliedern sowie dem ehrenamtlichen und vorsitzenden Ortsbürgermeister zusammen und wurde bei den Gemeinderatswahlen am 13. Juni 2004 in einer Mehrheitswahl gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,6%.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Westlich von Netzbach verläuft in Nord-Süd-Richtung die B 54. Der Ort selbst ist über Kreisstraßen an da überörtliche Straßennetz angebunden. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind bei Limburg an der Lahn an der A 3, der nächsgelegene ICE-Fernbahnhof ist der Bahnhof Limburg Süd ebenfalls in Limburg an der Lahn.

Bildung

1869 wurde in Netzbach eine Volksschule gebaut der Schulbetrieb fand seit 1870 statt. Netzbach war zuvor Einzugsgebiet der 1839 errichteten Schule in Oberneisen. Von 1959 bis 1961 wurde eine neues Schulgebäude errichtet, das bis 1965 als Schule genutzt wird. Seither ist Netzbach Einzugsgebiet der Grundschule und Regionalen Schule in Hahnstätten. Das Schulgebäude wird heute als Mehrzweckhalle verwendet.