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Isidor (Philosoph)

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem spätantiken Philosophen Isidor; bezüglich anderer als Isidor bekannten Persönlichkeiten siehe Isidor.

Isidoros († um 526) war ein spätantiker, aus Alexandria stammender neuplatonischer Philosoph.

Isidor, der Heide war, war verheiratet mit einer gewissen Domna, die ihm auch einen Sohn namens Proklos gebar. Isidor studierte in Alexandria Philosophie, wobei ihn vor allem die Lehren Platons und die neuplatonische Philosophie interessierten. Sein Aufenthalt in Alexandria wurde überschattet von der Erinnerung an die Philosophin Hypatia, die dort zu Tode gekommen war. Isidor hielt in Alexandria auch Vorlesungen über Sokrates ab, denen sein Publikum angeblich aber nur schwer folgen konnte. Er wurde angeklagt, Magie betrieben zu haben und ging um 485 nach Athen, wo er später die Leitung der Platonischen Akademie von Marinos übernahm, der ihn darum gebeten haben soll. Beide hatten bereits vorher in Kontakt gestanden. Marinos soll sogar eines seiner Werke vernichtet haben, nachdem Isidor sich nicht besonders positiv darüber geäußert hatte.

Damaskios, einer der Schüler Isidors, widmete seinem Lehrer eine Biographie, die aber nur in einer Zusammenfassung bei Photios (Bibliothek Kap. 181) sowie in einigen Fragmenten in der Suda überliefert ist. Isidor wird als Mann beschrieben, der frei von Sünden war, sich der Wahrheit verpflichtet sah und der immer frei seine Meinung aussprach.

Literatur

Personendaten
Isidor von Alexandria
griechischer Philosoph
Alexandria (?)
um 526