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Junge Wege in Europa

Junge Wege in Europa ist ein Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung und gehört zum Programmbereich Bildung und Gesellschaft. Junge Wege in Europa fördert gemeinsame Projekte von Schüler- und Jugendgruppen aus Deutschland und Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Der Zweck ist ausschließlich gemeinnützig. Mit der inhaltlichen Durchführung ist MitOst e.V. beauftragt.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Seit 1998 können Schüler- und Jugendgruppen aus Deutschland und Mittel-, Ost- oder Südosteuropa über Junge Wege in Europa ihre Projektideen verwirklichen. Seit 2003 wird das Programm von MitOst e.V. durchgeführt. Insgesamt wurden von der Robert Bosch Stiftung seit 1998 rund 600 Projekte mit insgesamt 5 Millionen Euro gefördert. Rund 21.000 Schüler und Jugendliche aus Deutschland und Mittel-, Ost- und Südosteuropa hatten über das Programm die Möglichkeit, sich intensiv kennenzulernen und auszutauschen.

Ziele

Junge Wege in Europa bietet jungen Menschen aus Deutschland und Mittel-, Ost- und Südosteuropa die Möglichkeit, eigene Ideen, Interessen und Zukunftserwartungen in gemeinsamen Projekten zu verwirklichen. Ziel des Programms ist es, die heranwachsende Generation bei der Gestaltung eines gemeinsamen und partnerschaftlichen Europas zu unterstützen und zugleich an der gesellschaftspolitischen Bildung der europäischen Jugend mitzuwirken. Durch die Projekte sollen demokratische, zivilgesellschaftliche und/oder wirtschaftliche Kompetenzen von Jugendlichen gestärkt werden sowie Toleranz und der europäische Partnerschaftsgedanke gefördert werden

Themen

Die Projekte spiegeln die Ideen, Interessen und Zukunftserwartungen der Jugendlichen wider. Die Themen können sich auf folgende Arbeitsfelder beziehen:

Die letzte Kategorie ist für Projektteams gedacht, die neue methodische Herangehensweisen erproben und/oder zukunftsweisende inhaltliche Impulse geben.

Die bisher geförderten Projekte zeigen, dass der Kreativität und Phantasie der Jugendlichen bei der Ausgestaltung ihres Projekts keine Grenzen gesetzt sind. Ob Theater, ökologische Projekte oder Spurensuche in der Vergangenheit – die Entscheidung für ein Thema liegt bei den Jugendlichen selbst.

Art der Förderung

Die Projekte werden finanziell unterstützt und die Projektteams bei einer mehrtägigen Werkstatt, zu der auch Jugendliche eingeladen sind, beraten und qualifiziert.

Fördermittel können beantragt werden für:

Eine angemessene Eigenbeteiligung der Teilnehmer wird vorausgesetzt, die Einwerbung von Drittmitteln ist erwünscht.

Wer kann sich bewerben?

Schüler- und Jugendgruppen mit ihren Betreuern aus Deutschland und folgenden Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas: Albanien, Belarus, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn.

Gruppen aus einem dritten europäischen Land können als Projektpartner mit einbezogen werden, wobei jedoch höchstens drei Partnergruppen am Projekt beteiligt sein dürfen. Das Alter der Projektteilnehmer sollte zwischen 13 und 21 Jahren liegen.

Voraussetzungen

Bewerbung

Der Förderwettbewerb wird zwei Mal im Jahr, jeweils zum 15. Dezember und zum 15. Januar ausgeschrieben. Der aktuelle Ausschreibungstext wird per Post und per Mail an verschiedene Institutionen im Bereich Schule/Jugendarbeit verschickt und steht zudem auf der Homepage von Junge Wege in Europa. Dort können sich alle Interessierten auch in einen Verteiler eintragen, um über die neusten Ausschreibungen informiert zu werden.

Die Projektideen werden ausschließlich auf den dafür vorgesehenen Formularen eingereicht. Zu einer vollständigen Bewerbung gehören ein Projektplan sowie detaillierte Kosten- und Finanzierungspläne für Vor- und Nachbereitungstreffen sowie für die Begegnungen selbst. Die Unterlagen können auf der Homepage herunter geladen werden.

Die Auswahl trifft eine international besetzte Kommission, die sich aus verschiedenen Bereichen von Bildung, Schule und Jugendarbeit zusammensetzt.

Auszeichnung

Die besten Projekte eines Jahrgangs werden ausgezeichnet. Die Preisträger werden nach Berlin eingeladen, um an einem Seminar teilzunehmen, in dessen Mittelpunkt eine Festveranstaltung steht.