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Gateway-Trilogie

Die Gateway-Trilogie besteht aus den Büchern „Gateway“, „Jenseits des blauen Horizonts“ und „Rückkehr nach Gateway“ von Frederik Pohl. Die englischen Originaltitel sind: Gateway, Beyond the blue event horizon und Heechee Rendezvous. Innerhalb der Science-Fiction-Literatur ordnet man sie dem Genre der Space Opera zu.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Gateway

Auf dem zufällig entdeckten Asteroiden "Gateway" nahe der Sonne werden zahllose außerirdische Raumschiffe einer unbekannten verschollenen - Hitschi genannten - Rasse gefunden. Niemand weiß, wie diese Raumschiffe funktionieren, und wohin ihr Kurs führt, aber sie werden von wagemutigen Piloten zu ihrem unbekannten Zielen geflogen, um dort nach weiterer Hitschi-Technologie zu suchen oder wissenschaftliche Entdeckungen zu machen. Obwohl die Verlustrate extrem hoch ist, verstehen die Menschen die Hitschi-Schiffe als Chance, dem Elend auf der von Ressourcen ausgeplünderten und stets am Rande eines internationalen Konflikts stehenden Erde zu entkommen, denn wer eine Hitschi-Expedition überlebt und zudem etwas von Wert gefunden hat, ist ein/e gemachte/r Mann/Frau.

Die Hauptperson Robinette Broadhead ist einer von ihnen. Nachdem er auf dem Asteroiden angekommen ist, nimmt er an einem Pilotenlehrgang teil, der ihn dazu berechtigt, an einer Expedition teilzunehmen. Er zögert jedoch und hält sich mit Arbeit auf Gateway über Wasser. Erst nachdem er sich von seiner Freundin Klara trennt, wagt er es, einen Flug zu unternehmen. Nachdem ihm dieser nichts einbringt, versöhnt er sich mit seiner Freundin und unternimmt mit ihr einen weiteren Flug. Nachdem auch dieser keinen Erfolg hat, wagen sie einen dritten. An diesem Flug nehmen zwei Schiffe teil, da es sich um einen Forschungsflug handelt, auf dem man mehr über die Funktionsweise des Überlichtantriebs der Schiffe herausfinden soll.

Auf diesem Flug stürzt Klara in ein schwarzes Loch und Rob kehrt allein nach Gateway zurück. Da der Flug in wissenschaftlicher Hinsicht jedoch ein Erfolg war, kehrt Rob als reicher Mann auf die Erde zurück.

Die gesamte Geschichte wird in Rückblenden erzählt, während Rob sich in psychiatrischer Behandlung befindet, um den Verlust seiner Freundin zu verarbeiten.

Jenseits des blauen Horizonts

Der mittlerweile zu großem Vermögen gekommene Robin Broadhead finanziert einen Forschungsflug in die Oortsche Wolke, um eine zuvor dort entdeckte Nahrungsfabrik der Hitschi zu untersuchen. Wie bei Gateway handelt es sich um einen ausgehöhlten Asteroiden, angefüllt mit Hitschi-Technik. Weiterhin gibt es eine entfernte, Hitschi Heaven genannte Versorgungsstation, die im Gegensatz zu den anderen Hinterlassenschaften der Hitschi sogar noch aktiv ist. Bei der Erforschung der Station stellt sich heraus, dass die vorgefundenen "Außerirdischen" keineswegs die verschwundenen Hitschi, sondern vielmehr Nachfahren von Frühmenschen von der Erde sind, die von den Hitschi aus unbekannten Gründen hierher gebracht wurden. Weiterhin finden Sie den Waisenjungen Wan vor, das Kind einer verschollenen Pilotin, die nach dem Andocken an der Station nicht mehr umkehren konnte, weil die Automatik das Schiff deaktivierte. Ebenfalls befinden sich im Computer der Fabrik die gescannten Bewusstseine zahlreicher anderer gestrandeter Piloten, die aber allesamt beschädigt sind, weil die Hitschi-Technik, die zwar die Übertragung lebender Bewusstseine auf Maschinen beherrschte, nicht mit der menschlichen Hirnstruktur klarkam.

Broadhead gelingt es mit Unterstützung seiner privaten KI "Albert Einstein", der ständig versucht, ihm das Mach'sche Prinzip zu erklären, mit einem Hitschi Schiff zur Fabrik zu fliegen, wo er den Roboter, der für das Einsammeln und Scannen der Eindringlinge zuständig ist, besiegen kann. Er schafft es, den Hitschi Heaven, der sich als größtes, bisher entdecktes Transportraumschiff der Hitschi entpuppt, zur Erde zu bringen. Mit der Techologie der Nahrungsfabrik und den unermesslichen CHON (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff) Reserven des Kometengürtels ist die Ernährung der Weltbevölkerung nunmehr gesichert.

Im Epilog wird erzählt, wohin die Hitschi verschwunden sind: sie haben sich hinter den Ereignishorizont schwarzer Löcher zurückgezogen, um sich vor einem unbekannten Feind zu verbergen.

Rückkehr nach Gateway

Die Erde wird von terroristischen Organisationen in Angst und Schrecken versetzt. Gleichzeitig mehren sich die Hinweise auf weitere außerirdische Rassen. Außerdem treten die Hitschi erstmals in Erscheinung. Aufgeschreckt durch Berichte ihrer Außenposten verlassen sie ihr Schwarzes Loch, um nach dem Rechten zu sehen. Besorgt, der alte Feind könnte auf sie und die anderen, von den Hitschi betreuten Rassen aufmerksam werden, sammeln sie die slush dwellers, extrem langsam denkende, walartige Bewohner kalter Gasplaneten ein und führen eine Invasion des Sonnensystems durch, um die Menschen von weiteren Raumflügen abzubringen.

Im Verlauf der Geschichte erleidet Robinette Broadhead altersbedingt den Tod. Aufgrund der Fortschritte in der Hitschi-Forschung - man kennt inzwischen den Verwendungszweck der als Gebetsfächer bekannten Datenspeicher - wird sein sterbendes Bewusstsein gescannt und seine psychische Substanz übertragen.

Broadheads lange verschollene Geliebte Klara wird von den Hitschi kaum gealtert aus dem schwarzen Loch geholt, findet Broadhead aber nur noch als KI vor - das tragische Ende einer unerfüllten Liebesgeschichte.

Die Menschen fügen sich den Anordnungen der Hitschi, weil sie die Bedrohung des Universums durch eine als Energieform lebende Rasse akzeptieren. Diese verbirgt sich hinter Kugelblitz genannten Black Holes aus purer Energie am Rande des Universums, hat einen unerklärlichen Hass auf alles Materielle und hat, so die Hitschi, in der Vergangenheit schon mehrfach intelligente Lebensformen ausgelöscht. Weitere Informationen werden aber nicht gegeben, das Ende bleibt damit offen.

Annals Of The Heechee (Annalen der Hitschi)

Der nachgeschobene vierte Teil der ursprünglichen Trilogie spielt im wesentlichen auf einer Raumstation weit außerhalb der Milchstraße. Die Hitschi haben sich inzwischen mit der Menschheit dahingehend geeinigt, dass es wohl keinen Zweck hat, sich vor den Blitzern zu verstecken. Stattdessen will man mittels bemannter Außenposten unauffällig nachforschen, ob die Blitzer wieder aktiv geworden sind, und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen. Dazu dienen telepathisch begabte Menschen, deren Verstand bis in die Regionen der Blitzer hinausreicht.

Durch ein Versehen werden die Blitzer aber gerade dadurch auf die Milchstraße aufmerksam. Obwohl scheinbar dem Untergang geweiht, gelingt den Menschen und Hitschi ein überraschendes Ende - Beeindruckt von der Broadhead-KI und anderen Menschen, die freiwillig ihre biologische Existenz zugunsten eines masselosen, virtuellen Lebens aufgegeben haben, verzichten sie darauf, ihren Vernichtungszug durchzuführen.

Preise

Der Roman Gateway erhielt 1977 den Nebula Award und 1978 den Hugo Award.

Hintergrund

Genau genommen ist der Titel "Gateway-Trilogie" irreführend, da es weitere Bücher gibt, die sich mit den Hitschi und den Charakteren der drei Bände beschäftigen. Der dritte Band „Rückkehr nach Gateway“ der oben aufgeführten Trilogie ist keineswegs der Abschluss der Saga. Im Gegensatz zu Amerika wurden in Deutschland lediglich die ersten 3 Bücher herausgegeben – jene sogenannte Trilogie. Tatsächlich gibt es mittlerweile 7 Bücher, in denen die Hitschi eine Rolle spielen oder erwähnt werden. Im englischen Sprachraum finden sich daher insgesamt folgende Bücher:

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