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Hagenburg

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 52° 26′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Schaumburg
Samtgemeinde: Sachsenhagen
Höhe: 40 m ü. NN
Fläche: 16,23 km²
Einwohner: 4555 (30. Juni 2007)
Bevölkerungsdichte: 281 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31558 (alt: 3055)
Vorwahl: 05033
Kfz-Kennzeichen: SHG
Gemeindeschlüssel: 03 2 57 010
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schloßstraße 3
31558 Hagenburg
Webpräsenz:
www.hagenburg.de
Bürgermeister: Karl-Wilhelm Möller (CDU)

Hagenburg ist ein Flecken im Nordosten des Landkreises Schaumburg in Niedersachsen. Es liegt im Naturpark Steinhuder Meer.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Hagenburg liegt am Südufer des Steinhuder Meeres, zwischen den Rehburger Bergen und dem Neustädter Moor, westlich von Steinhude und nördlich von Sachsenhagen. Die Bundesstraße 441 führt durch den Ort.

Gemeindegliederung

1970 entstand der „Flecken Hagenburg“ im Vorgriff auf die landesweite Gebiets- und Verwaltungsreform aus den beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Hagenburg und Altenhagen. Die entsprechende Verordnung, die der niedersächsische Innenminister 1969 unterschrieb, enthält den Satz: „Ortsteile werden nicht gebildet.“ 1974 wurde Hagenburg Gliedgemeinde der Samtgemeinde Sachsenhagen.

Geschichte

Die Gegend um das Steinhuder Meer war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. 1247 wurde das Hagenhufendorf Altenhagen „Oldenhagen“ erstmals in einer Urkunde erwähnt. Wegen dieses sprachlichen Bezuges darf mit Sicherheit angenommen werden, dass der „Nienhagen“ wenige Kilometer weiter südwestlich nur wenige Jahre später entstand. Somit sind die Anfänge Altenhagens und Hagenburgs beide in der Rodungsphase des 13. Jahrhunderts zu suchen. Die Burg Hagenborch schließlich, die die Grafen von Rhoden errichteten, wurde 1378 erstmals urkundlich erwähnt. In deren Vorwerk entwickelte sich das heute noch erkennbare Straßendorf. Die Hagenhufenzeile „Nienhagen“ entlang der Schierstraße ist nicht mehr erkennbar. Nachdem der Ort im Dreißigjährigen Krieg verwüstet wurde, entstand an der Stelle der Burg 1686 das heutige Schloss Hagenburg der Fürsten zu Schaumburg-Lippe. Zu dieser Zeit wurde Hagenburg Post-Station bis 1860, dann verlief die Steinhuder Meer-Bahn durch den Ort. Von 1765 bis 1767 ließ Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe im Steinhuder Meer die Insel-Festung Wilhelmstein errichten. Dazu ließ er einen Stichkanal vom Hagenburger Schloss bis zum Seeufer ausheben.

In der jüngeren Vergangenheit entwickelte sich Hagenburg zu einem attraktiven Wohnstandort. So haben sich die Einwohnerzahlen in den vergangenen 20 Jahren durch Ausweisung großzügiger Wohngebiete von rd. 3000 auf zurzeit rd. 4600 Einwohner erhöht. Aber auch die Infrastruktur ist mitgewachsen. Mehrere Einkaufsmärkte, Ärzte, Zahnarzt, Kindergarten und Grundschule sind vor Ort zu finden. Aber auch Handwerk und Gewerbe bietet der Ort Erweiterungsmöglichkeiten. Auch der Fremdenverkehr spielt eine immer größer werdende Rolle. Während im Nachbarort Steinhude der Tourismus den Ort dominiert, bietet Hagenburg dem erholungssuchenden Urlaubern Möglichkeiten der Entspannung beim Wandern und Radfahren in einer wundervollen Naturlandschaft. Außerdem hat Hagenburg eines der sehens- und hörenswertesten Schützenfeste in der hannoverschen Region. Dieses wird alljährlich am zweiten Juliwochenende von der Schützengesellschaft von 1848 Hagenburg-Altenhagen e. V. auf dem Festplatz am Försterteich veranstaltet. Das Festkonzert wird dabei von rund 80 ehemaligen und aktiven Musikern der Bundeswehr mit abwechslungsreichem Repertoire (Märsche, Ouvertüren, Klassik, Pop- und Rocksongs)veranstaltet. Ein Besuch ist auf jeden Fall lohnend.

Religionen

Hagenburg ist nach der Reformation evangelisch. Später siedelten sich dort auch Familien jüdischen Glaubens an. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg lebten noch 17 Juden in Hagenburg. Heute sind rund 3000 Einwohner evangelisch und 700 Einwohner katholisch.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in der Wahlperiode 2006 - 2011 besteht aus 15 Ratsmitgliedern; davon gehören an:

Der Bürgermeister zur Zeit heißt Karl-Wilhelm Möller.

Wappen

Das Wappen wurde 1965 bewilligt, vorher verwendete die Gemeinde einfach das Kreiswappen. Der Wappenschild zeigt das örtliche Schloss. Es wurde im 14. Jahrhundert von den Grafen von Schaumburg errichtet und 1871-73 renoviert. Der kleine Schild zeigt das frühere Kreiswappen von Schaumburg-Lippe. Die Wellen symbolisieren das Steinhuder Meer. Die beiden Zweige weisen darauf hin, dass für die Gründung des Ortes im 14. Jahrhundert Wald vernichtet werden musste.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Museen

Musik

Parks

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Der Ort hat - soweit bekannt - vier Ehrenbürger:

Söhne und Töchter des Fleckens

weitere Persönlichkeiten, die mit dem Flecken in Verbindung stehen