Methana
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Methana

Methana (griechisch Μέθανα (n. pl.)) ist der Name sowohl einer griechischen Halbinsel am Saronischen Golf am Ostzipfel der Peloponnes (χερσόνησος των Μεθάνων) als auch der Gemeinde (Δήμος Μεθάνων) im attischen Präfekturbezirk Piräus, welche auf dem Gebiet der Halbinsel liegt. Hauptort der Gemeinde ist der im Südteil gelegene gleichnamige Kurort. Die Stadt Methana ist bekannt durch ihre Thermalbäder.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die schwefelhaltigen Quellen sind vulkanischen Ursprungs und deuten auf die über 30 ruhenden Vulkane der Halbinsel hin. Vor der Nordwestküste Methanas wurde 1987 ein unterseeischer Vulkan entdeckt, der im 17. Jahrhundert aktiv war. Der berühmte historische Vulkanausbruch beim Dorf Kameni Chora im Nordwesten der Vulkanhalbinsel Methana fand um das Jahr 230 v. Chr. statt. Die antiken Schriftsteller Ovid, Strabon und zuletzt Pausanias berichteten von dem Vulkanausbruch und den danach entsprungenen Heilquellen an der Küste bei der Siedlung Agios Nikolaos.

Die Halbinsel Methana ist der nordwestlichste Ausläufer des Kykladenbogens, auf dem die aktiven Vulkangebiete Methana, Milos, Santorin und Nisyros liegen. Da die letzte vulkanische Aktivität im Jahr 1700 vor der Nordwestküste der Halbinsel unterseeisch stattfand, zählt Methana zu den Gebieten, in welchen auch in Zukunft neue Vulkaneruptionen zu erwarten sind.

Seit 1991 wird die Halbinsel von der ETH Zürich geologisch und kartographisch erforscht. Daraus entstand je eine geologische und je eine topographische Karte der Halbinsel im Maßstab 1:25.000. Mit diesen Daten wurde auch eine interaktive, dreidimensionale Landkarte geschaffen, die im Internet virtuell durchwandert werden kann (konnte).

Archäologie

Antike Reste befinden sich auf der gesamten Halbinsel verstreut. Eine erste Beschreibung der antiken Reste wurden von Michael Deffner angefertigt. Berühmt ist die Akropolis Paliokastro des antiken Methanas beim Fischerdorf Vathy. Weitere Burgfestungen befinden sich beim Dorf Kypseli an der Küste (Akropolis Oga) und am Hauptort Nisaki (Νησάκι). Sensationell war die Entdeckung einer mykenischen Siedlung durch Sofia Michalopoulou 1990 bei der Kapelle Agios Konstantinos & Elenis. Dort wurde ein Heiligtum aus der Zeit 13001500 v. Chr. mit zahlreichen Opfergaben und einem Kindergrab, möglicherweise einem Menschenopfer, entdeckt.

Orte in der Gemeinde

Alle Dörfer wurden im Rahmen des „Kapodistrias-Plans“ im späten 20. Jahrhundert zusammengelegt und werden nun vom Hauptort Methana verwaltet.

Die Methaner gehören zu der Minderheit der Arvaniten, einer ursprünglich aus Süd-Albanien stammenden Minderheit, die im Mittelalter nach Griechenland einwanderte.

Siehe auch Kap Kalo Koumbaro.

Koordinaten: 37° 34′ 40" n. Br., 23° 23′ 22" ö. L.