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Maamba

Maamba ist ein 880 m hoch gelegener Ort oberhalb des Karibastausees in der Südprovinz in Sambia. Der Ort hat 10.415 Einwohner (Schätzung 2006) und liegt 50 km südlich von Choma und zieht sich an der Straße dorthin entlang. Der gleichnamige Distrikt, dessen Verwaltung ihren Sitz in der Stadt hat, hat 150.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaft

Maamba ist seit 1967 der Hauptort der sambischen Steinkohleförderung. Die Lagerstätten betragen 20 Mio t und dürften bei heutigen Fördermengen über 100 Jahre reichen. Fördermengen bis zu 360.000 t pro Jahr wurden erreicht, sackten auf 120.000 t und sollen 2008 einen neuen Rekord von 480.000 t setzen. Späteres Ziel ist 600.000 t. Dafür sind enorme Investitionen erforderlich, die von der staatlich-sambischen Gesellschaft bis zur Privatisierung 2006 nicht geleistet wurden.

Die Kohle enthält einen hohen Ascheanteil, was ihre Verwendung ohne Behandlung einschränkt. Doch der steigende Ölpreis zwingt Sambia zum verstärkten Einsatz von Kohle in der Industrie. Verkauft wird sie vornehmlich an Konkola Copper Mines (KCM), Tabakbauern und Chilanga Cement Plc., sowie in die Demokratische Republik Kongo.

Soziales

Der Tagebau wird seit 2006 von einer chinesischen Firma betrieben und es entwickeln sich Probleme wie in Chambishi:

Umweltschutz wird nicht beachtet. Arbeitsbedingungen und Entlohnung liegen unterhalb gültiger Standards. Die Arbeiter erhalten US-Dollar 2,00 pro Tag und arbeiten sieben Tage pro Woche ohne Anspruch auf Urlaub. Der Mindestlohn liegt eigentlich bei 90 US-Dollar im Monat, also deutlich höher, was aber ohne Sanktionen bleibt. Die Chinesen schließen befristete Arbeitsverträge, um Sozialabgaben und Lohnzuschüsse zu vermeiden. Die fehlende Kommunikation mit den chinesischen Managern, die kein Englisch sprechen, erschwert die Verständigung mit Sambia. Auch scheinen die Auflagen durch den Staat kaum bessere Arbeitsbedingungen zu erlauben. Wie in Chambishi werden bei Unruhen die Chinesen vorgeschoben oder wie in Kawambwa die Inder.

Infrastruktur

Maamba hat ein 250-Betten-Krankenhaus, Haupt- und Sekundarschulen und eine Flugpiste.

siehe auch

Koordinaten: 17° 21' 30" S, 27° 13' 00" O