Heim

4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division

Die 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division wurde am 1. Oktober 1939 als Polizei-Division aus kriegsverwendungsfähigen Angehörigen der Deutschen Polizei aufgestellt. Am 10. Februar 1942 erfolgte die Übernahme in die Waffen-SS, der die Division vorher zwar organisatorisch, aber nicht formal angehörte. Am 26. Oktober 1943 wurde die Umgliederung zur 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division befohlen.

Die Division wurde im Frühjahr 1945 in Norddeutschland aufgerieben.

Inhaltsverzeichnis

Gliederung

Als SS-Polizei-Division (1939)

Als 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division (1943)

Kommandeure

Kriegsverbrechen

Angehörige der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division waren verantwortlich für Verstöße gegen das Kriegsrecht u.a. aufgrund von durchgeführten Vergeltungmaßnahmen gegen unbeteiligte Zivilisten im Rahmen der Partisanenbekämpfung in Griechenland. Der bekannteste Fall ist die Vergeltungsaktion vom 10. Juni 1944 in Distomo, in dem 218 Zivilisten, darunter auch Kleinkinder erschossen, erschlagen oder abgeschlachtet wurden. Über 200 Ermittlungsverfahren wurden nach dem Krieg in Deutschland gegen Angehörige der Pol. Div. eingeleitet – zu einer Verurteilung ist es in keinem Falle gekommen.[1]

Veteranenorganisation

Die Kameradschaft der Polizei-Division – 4. SS-Pol. Pz. Gren. Div. war die Veteranenorganisation der SS-Division. Jährlich veröffentlichte die Kameradschaft einen umfangreichen Rundbrief, herausgegeben von der Truppenkameradschaft Polizei-Division. Über Jahre traf sich die Kameradschaft im fränkischen Marktheidenfeld am Main. Die Treffen enthielten neben geselligen Teilen Kranzniederlegungen und Gottesdienste. Es bestand eine Zusammenarbeit mit der österreichischen Kameradschaft IV.

Die Kameradschaft löste sich zum 31. Dezember 2000 auf, der Rundbrief wurde mit der Ausgabe 55 vom Dezember 2000 eingestellt. Eine Spende in Höhe von 10.000 DM aus dem Vereinsvermögens wurden Mitte 2000 dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für den Ausbau des Soldatenfriedhofes Sologubowka bei Sankt Petersburg übergeben.

Literatur

Einzelbelege

  1. http://www.hwp-hamburg.de/fach/fg_jura/dozentinnen/paech/Wehrmachtsverbrechen.htm